Mein Ding: Theater

Schon 15 Jahre dabei: Bei der Fahrweider Spielbühne 99 ist Mario Lorentz ein Allrounder

Mario Lorentz hofft, bald wieder auftreten zu können.

Mario Lorentz hofft, bald wieder auftreten zu können.

Mario Lorentz aus der Fahrweid engagiert sich schon seit 15 Jahren bei der Spielbühne 99.

«Auf der Bühne darf man alles und es nimmt einem niemand übel», sagt Mario Lorentz. Er ist schon 15 Jahre bei der Spielbühne 99, dem Theaterverein aus der Fahrweid, mit dabei. Das Theater sei eine ganz andere Welt. Bereits vor seiner Zeit bei der Spielbühne 99 war er vom Theater begeistert – auch von Stücken, die im Fernsehen gezeigt werden. So schaut er gerne bayrisches Volkstheater wie das Chiemgauer Volkstheater oder den Komödienstadel. Vor 16 Jahren wurde er dann direkt bei einer Veranstaltung im Quartierzentrum Föhrewäldli von Mitgliedern der Spielbühne 99 angesprochen: «Du wärst doch noch einer für uns.»

Er macht vieles bei der Spielbühne 99

Inzwischen ist Mario Lorentz nicht nur Schauspieler bei der Spielbühne 99, sondern auch Präsident des Laientheaters. Ausserdem hat er bei einigen Stücken bereits Regie geführt. «Sofern es möglich ist, macht die Regie jeweils jemand von uns», sagt Lorentz. Bei jeder Aufführung werde gefragt, wer von der Gruppe Interesse hätte. Und in einem Jahr habe er sich dann gemeldet.

Die Regieaufgabe übernahm er nicht unvorbereitet. «Ich hatte zuvor bereits ein paar Mal die Regieassistenz übernommen und konnte so reinschauen», sagt Lorentz. Es sei aber schon ganz anders, als wenn er nur als Schauspieler dabei sei. «Wichtig ist vor allem, dass man das Stück am Anfang schon sehr gut kennt, die einzelnen Charaktere rausspürt und sich genau vorstellen kann, wie sie aussehen und sich bewegen müssen», sagt Lorentz. Er müsse alles vorher schon im Kopf haben. Sein Regiedebüt gab Lorentz bei einem schwierigeren Stück: «Miss Sophies Erbe». Es ist an das berühmte «Dinner For One» angelehnt.

Die Spielbühne 99 führt ihre Stücke jeweils im Saal des Quartierzentrums Föhrewäldli in der Fahrweid auf. Dort finden bis zu 200 Personen Platz. Der Saal kann sogar noch erweitert werden. Lorentz findet die Bühne toll, vor allem da sie viel Platz bietet. «Wenn wir Stücke aufführen, bei denen die Personen raus- und wieder reinkommen müssen, ist das super», sagt er. Durch die Grösse der Bühne ist der Wechsel gut machbar. Auch die Akustik lobt er. «Wenn auf der Bühne etwas gesagt wird, hört man das auch zuhinterst im Saal noch gut.» Die Technik sei ebenfalls ideal ausgebaut. Der Saal gehört der Gemeinde Weiningen, es finden hier auch noch andere grosse Veranstaltungen statt.

Im Normalfall nehme die Spielbühne 99 vier bis fünf Stunden pro Woche in Anspruch, sagt Lorentz. «Das ist aber rein administrativ, noch ohne Proben», erklärt er. Im Moment sei aber alles reduziert. Alle Vorstellungen des neuen Stücks «Pension am Limit» wurden auf nächstes Jahr verschoben. Obwohl die Proben unterbrochen sind, werde weiterhin zu Hause geübt. Die Mitglieder der Spielbühne 99 hatten dazu Tonaufnahmen gemacht. Dabei wurde alles ab Drehbuch gelesen, damit der Text nicht ganz vergessen wird. Aber noch ist Lorentz nicht sehr optimistisch. «Wahrscheinlich müssen wir im Frühling wieder bei null anfangen.» Dennoch freut er sich und hofft, dass er nächstes Jahr wieder vor Publikum spielen kann.

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