Schlieren
Schlierens Stadtbibliothek und das Schulhaus Kalktarren werden renoviert

Das Schulhaus Kalktarren und die Stadtbibliothek werden auf Vordermann gebracht. «Für die Sanierungsarbeiten haben wir bewusst die Sommerferien gewählt, weil so der Betrieb am wenigsten gestört wird», sagt Liegenschaftsvorsteherin Manuela Stiefel.

Florian Niedermann
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Ausgehöhlt: Die Schlieremer Stadtbibliothek wird einer Schönheitskur unterzogen, derzeit reissen Bauarbeiter die bestehende Infrastruktur ab. fni

Ausgehöhlt: Die Schlieremer Stadtbibliothek wird einer Schönheitskur unterzogen, derzeit reissen Bauarbeiter die bestehende Infrastruktur ab. fni

Die Schulferien haben begonnen, für die Bauarbeiter herrscht hingegen Hochbetrieb. Die Stadt Schlieren nutzt die Sommerzeit für Renovationsarbeiten in der Stadtbibliothek an der Bahnhofstrasse und im Schulhaus Kalktarren.

Trotz der Bauarbeiten kann die Stadtbibliothek ihren Aufgaben zumindest teilweise weiterhin nachkommen. Sie ist bis zum 19. August jeweils dienstags und donnerstags von 16 bis 20 Uhr geöffnet. Renoviert werden bloss jene rund 250 Quadratmeter, die bereits seit 1970 zur Bibliothek gehören.

Weitere 250 Quadratmeter, die seit Dezember 2000 dazugemietet werden, wurden schon vor ihrer Inbetriebnahme renoviert. Dort werden nun die Ausleihmedien aus dem älteren Teil während der Bauarbeiten untergebracht, wie Stiefel erklärt.

Mit der Renovation wollen die Behörden nun auch den 1970 letztmals instand gestellten Bereich der Stadtbibliothek auf den Ausbaustandard des neuen Teils bringen. Mit der Sanierung erhält die Bibliothek neue Ablagen, Sitzecken und Vorbauten bei den Schaufenstern sowie Regale und anderes Mobiliar. Um den Energieverbrauch zu senken, werden die Energieverteilung und die Leuchten in den Rasteranlagen im neuen wie auch im alten Teil der Lokalität ersetzt.

Der Vermieter investiert rund 100 000 Franken in einen neuen Bodenbelag und den Ersatz des Deckenrasters. Die Stadt kommt für die restlichen Innenausbauten auf, deren Kosten sich auf rund 180 000 Franken belaufen. Die entsprechenden Ausgaben bewilligte der Stadtrat bereits im November 2012.

Schule soll nicht unter Lärm leiden

Wegen der Lärmemissionen entschied der Stadtrat am 8. Juli, dass auch Teile der nächsten Sanierungsetappe am Schulhaus Kalktarren bereits in den Sommerferien starten sollen. Im Rahmen der ersten Etappe wurden ab 2008 die beiden Haupteingangsbereiche, das Flachdach beim Pausenplatz und diverse Innenausbauten erneuert. Nun werden die drei restlichen Aussentüren an den Seiteneingängen mit Isolierverglasungen und Fluchtschlössern versehen.

Weiter muss die Personenliftanlage, die bereits 1969 in Betrieb genommen wurde, saniert werden, damit sie den kantonalen Richtlinien entspricht. Die Fenster im Singsaal werden ersetzt, damit sie den Wärme- und Sicherheitsvorschriften entsprechen. Und schliesslich erfolgt in dieser Etappe auch die Sanierung der restlichen WC-Anlagen, denn 2008 wurde lediglich die Hälfte der Toiletten saniert.

«Alle diese Arbeiten sind sehr laut und können deshalb nicht während des Schulbetriebs erfolgen», sagt Albert Schweizer, Bereichsleiter Liegenschaften. Sie würden deshalb, wo nötig, während der Schulferien umgesetzt. Die WC-Anlagen sollten bis zum Schulbeginn fertiggestellt sein, im Herbst folgen die Fenster im Singsaal, so Schweizer. Bis 2014 soll schliesslich die gesamte Sanierungsetappe abgeschlossen sein. Die Ausgaben dafür hat der Stadtrat bereits gesprochen, sie belaufen sich auf rund 970 000 Franken.

Weniger Klassen, mehr Platz

Die letzte Sanierungsetappe erfolgt erst, nachdem der Volksentscheid für oder gegen das Schulhaus Schlieren West gefallen ist. Dabei geht es um Umstrukturierungen zur Schaffung von Gruppenräumen und eine neue Beschattungsanlage an den Fassaden. «Die Umstrukturierungen können wir nur umsetzen, wenn wir einzelne Klassen aus dem ‹Chalchi› ins Schulhaus Schlieren West auslagern können», so Stiefel.

Die Sanierungsarbeiten am 1970 fertiggestellten Schulhaus Kalktarren dauern nun schon seit 1989 an. Die Investitionssumme für den Neubau betrug rund 15 Millionen Franken. Man rechne bei Gebäuden dieser Art innerhalb von 40 Jahren mit Ausgaben in derselben Höhe für Sanierungsarbeiten, sagt Schweizer: «Diese Summe haben wir mit der aktuellen Sanierungsetappe nun erreicht.»

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