Uitikon
Schatten für die Rinder und eine Dusche für die Pferde

Nicht nur die Menschen leiden unter den hohen Temperaturen. Die Galloway-Rinder vom Neuschwendenhof von Walter Müller trotzen eisigsten Temperaturen. Jetzt setzt ihnen die Hitze ganz schön zu.

Katja Landolt
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Drei bis vier Mal am Tag geniessen die Pferde eine Dusche
6 Bilder
Schwitzenden Rinder und duschenden Pferde in Uitikon
Der jüngste Spross der Herde lässt sich die Sonne aufs Fell scheinen
Nur der Hunger treibt die Tiere aus dem Schatten
Die ganze Herde versammelt sich unter dem Baum im Schatten
Die Wollschweine schützen sich mit einer Schlammschicht vor der Sonne

Drei bis vier Mal am Tag geniessen die Pferde eine Dusche

Limmattaler Zeitung

Die Hitze macht nicht nur den Menschen zu schaffen, sondern auch den Tieren. Abkühlung heisst das Zauberwort. Auf dem Neuschwendenhof von Landwirt Walter Müller bekommen die Pferde beispielsweise drei bis vier Mal pro Tag eine Dusche und die Wollschweine dürfen sich nach Herzenslust im Schlammbad wälzen.

Etwas schwieriger sieht die Sache bei den Galloway-Rindern aus – mit ihrem dicken Fell trotzen die widerstandsfähigen Tiere mühelos tiefsten Minusgraden. Ihr Fell isoliert so gut, dass Schnee darauf nicht schmilzt. Jetzt, bei über 30 Grad, stehen die Tiere dicht gedrängt unter den Bäumen im Schatten, manche haben die Augen geschlossen, atmen schnell und keuchend. Es ist ihnen sichtbar zu heiss. «Die Tiere suchen bereits bei 20 Grad Celsius Schattenplätze», sagt Müller. Wichtig sei jetzt, den Rindern genügend Schatten und Wasser anzubieten und sie nicht zu stressen. Genügend Wasser; das bedeutet im Moment 2000 Liter pro Tag. Auf die 50 Galloways aufgeteilt macht das stolze 40 Liter Wasser.

Stoische Ruhe

Die Hitze verschlägt den Tieren sogar den Appetit. «Sie fressen deutlich weniger und geben ihren Kälbern auch weniger Milch», sagt Müller. Ideal wäre es, die Galloways den Sommer über jeweils auf die Alp zu schicken; das ist aber eine Preisfrage. Noch schlimmer als die momentane Gluthitze sei aber der Frühling gewesen. Auch da war es bereits sehr warm – und die Galloways trugen noch ihr Winterfell. Doch auch das haben sie mit stoischer Ruhe ertragen. Müller: «Ich hatte noch nie ein Tier mit einem Kreislaufkollaps.»

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