Urdorf

Mission «72 Stunden» erfüllt: Sie retteten 40 Notenständer und 40 Kilo Blumenkohl

Die Jugendgruppen Urdorf beteiligten sich an der nationalen Aktion «72 Stunden». Insgesamt waren während des dreitägigen Anlasses 94 Kinder und Jugendliche im Einsatz.

Die Jugendgruppen Urdorf beteiligten sich an der nationalen Aktion «72 Stunden». Insgesamt waren während des dreitägigen Anlasses 94 Kinder und Jugendliche im Einsatz.

Die Urdorfer Jugendvereine brachten die Aktion «72 Stunden» dank grosszügiger Hilfe aus dem Limmattal erfolgreich über die Bühne.

Mission erfüllt: Die beiden Worte fassen das Wochenende des Cevi Urdorf, der Pfadi Uro und der Jugendarbeit der Reformierten Kirche Urdorf am besten zusammen. Sie beteiligten sich an der Aktion «72 Stunden», die am Donnerstag um 18 Uhr startete und am Sonntag endete. Am grössten nationalen Freiwilligenprojekt nahmen 200000 Kinder und Jugendliche teil. In den drei Tagen wurden viele gemeinnützige Projekte realisiert.

In Urdorf setzte man sich unter dem Motto «Das kann man noch brauchen!» zum Ziel, 72 Kilo Lebensmittel und 72 Gegenstände vor der Mülltonne zu retten. Ein anspruchsvolles Vorhaben, das mehr als glückte. «Es ist perfekt gelaufen, wir könnten nicht zufriedener sein. Einziger Wermutstropfen ist, dass statt 160 nur 94 Kinder und Jugendliche im Einsatz standen», bilanziert Thomas Luginbühl, Jugendarbeiter der Reformierten Kirche Urdorf. Er bildete mit zwei Cevi-Leitern und zwei Pfadi-Leitern das Organisationskomitee der dreitägigen Aktion. Eine Herausforderung war, dass im Voraus nichts geplant werden durfte, sondern alles während 72 Stunden entstehen sollte.

Bio-Grosshändler spendete fleissig Lebensmittel

Dank Hinweisen aus dem Umfeld gelang dies aber mühelos. «Unser Sigrist Uwe Krug arbeitete früher für den Bio-Grosshändler Pico Bio in Dietikon und gab uns den Tipp, dort für Lebensmittelspenden anzufragen», erzählt Luginbühl. Eine gute Idee: Die Firma gab den Urdorfern 40 Kilo Blumenkohl, je 20 Kilo Bananen und Nature-Joghurt ab. Dinkelmehl, Birchermüesli, Linsen, Teigwaren, Reis und Polenta spendete der Bio-Grosshändler ebenso. Einen 25-Kilo-Kartoffelsack konnten die Jugendvereine vom Urdorfer Landwirte-Ehepaar Angela und Thomas Grob entgegennehmen. «Und die Bäckerei Lehmann überliess uns vier Paletten mit Backwaren», so Luginbühl. Aus den geretteten Zutaten zauberte die Jugend am Sonntag ein Mittagsbuffet. Auf dem Menüplan standen Blumenkohl-Linsen-Curry, Blumenkohl-Tätschli und Bananenbrot.

In Urdorf setzte man sich unter dem Motto «Das kann man noch brauchen!» zum Ziel, 72 Kilo Lebensmittel und 72 Gegenstände vor der Mülltonne zu retten.

«Das kann man noch brauchen!»

In Urdorf setzte man sich unter dem Motto «Das kann man noch brauchen!» zum Ziel, 72 Kilo Lebensmittel und 72 Gegenstände vor der Mülltonne zu retten.

Die Speisen stärkten die rund 50 Besucherinnen und Besucher des Flohmarkts, der im Saal der Reformierten Kirche stattfand. Diesen Event auf die Beine zu stellen, war ein weiteres Ziel der Urdorfer Jugendgruppen. Cevianer, Pfadfinder und ihre Eltern brachten Gegenstände vorbei, die sie nicht mehr brauchen konnten. Bücher, Möbel, Spielsachen, Fitnessgeräte und Notenständer wurden angeboten. Letztere stammten vom Musikverein Harmonie Schlieren. «Wir hatten den Auftrag, 50 Notenständer zu putzen und zu flicken, die seit Jahren im Keller lagerten. Uns gelang es, 40 davon zu retten. 20 übernahm der Verein wieder und 20 landeten am Flohmarkt.»

«Wir hatten den Auftrag, 50 Notenständer zu putzen und zu flicken, die seit Jahren im Keller lagerten. Uns gelang es, 40 davon zu retten», sagt Thomas Luginbühl, Jugendarbeiter der Reformierten Kirche Urdorf.

«Wir hatten den Auftrag, 50 Notenständer zu putzen und zu flicken, die seit Jahren im Keller lagerten. Uns gelang es, 40 davon zu retten», sagt Thomas Luginbühl, Jugendarbeiter der Reformierten Kirche Urdorf.

Insgesamt sammelten die Jugendlichen und Kinder 3547 Franken. Die Reformierte Kirche rundete den Betrag auf 4320 Franken auf – so viel wollte man ursprünglich einnehmen. Das Geld kommt dem «Aussie Wildlife Bushfire Appeal» zugute, der Betroffene der australischen Buschbrände unterstützt.
Luginbühl ist stolz auf seine Schützlinge: «Sie haben 200 Kilo Essen und 300 Gegenstände gerettet sowie über 4000 Franken gesammelt und damit gezeigt, was man in 72 Stunden bewirken kann. Das bringen Erwachsene nicht besser hin.»

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Autor

Sibylle Egloff

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