Dietikon

«Mir ist es wichtig, mit den Menschen im Dialog zu stehen»: Stadtschreiberin Claudia Winkler im Interview

Claudia Winkler: «Ich war oft in der Stadt, um die Umgebung zu entdecken und ein Gespür für mein neues Arbeitsumfeld zu erhalten.»

Claudia Winkler: «Ich war oft in der Stadt, um die Umgebung zu entdecken und ein Gespür für mein neues Arbeitsumfeld zu erhalten.»

Am 3. Februar hat Claudia Winkler ihre Arbeit als neue Stadtschreiberin von Dietikon aufgenommen. Über ihre Aufgaben im Stadthaus und ihre ersten Eindrücke von der Stadt spricht sie nun im Interview.

Diese Woche haben Sie die ersten 50 Tage als Dietiker Stadtschreiberin hinter sich. Welches sind Ihre ersten Eindrücke?

Claudia Winkler: Der Empfang im Stadthaus war überaus offen und herzlich, viele Mitarbeitende haben sich mir persönlich vorgestellt. Mein Eindruck ist, dass die Stadtverwaltung effizient arbeitet und auf einen hohen Qualitätsanspruch Wert legt. Lösungsorientiertes Arbeiten entspricht meinen Vorstellungen, darum fühle ich mich sehr wohl.

War Ihnen die Stadt vorher bekannt? Und was haben Sie früher von Dietikon gewusst?

Durch meine frühere Arbeit als Leiterin des Verkaufsinnendienstes bei der Paketpost ­Region Zürich und als Leiterin des Postbüros im Paket-­Zentrum Mülligen in Schlieren kenne ich Dietikon und das Limmattal recht gut. Insbesondere ist mir das Industriegebiet Silbern mit den vielen Unternehmen und Grossbetrieben bekannt. Aufgefallen ist mir, seit ich die Stelle als Stadtschreiberin angetreten habe, dass in meinem persönlichen Umfeld Dietikon oft mit Dietlikon verwechselt wird. Das muss ich wohl noch öfter richtigstellen.

Was fällt Ihnen auf, wenn Sie morgens vom Bahnhof Richtung Stadthaus gehen?

Dass es relativ wenig Grün gibt auf dieser Strecke. Mir gefällt aber die verkehrsfreie Zone vom Bahnhof bis ins Zentrum, man kann sich gut zu Fuss bewegen. Vom baulichen Charakter her scheint mir die Stadt eher heterogen. Es gibt ja keine ursprüngliche Altstadt – Dietikon hat sich vom Dorf zur Stadt entwickelt.

Haben Sie sich in Dietikon umgesehen vor Ihrem Stellenantritt?

Ja, ich war oft in der Stadt, um die Umgebung zu entdecken und ein Gespür für mein neues Arbeitsumfeld zu erhalten. Es ist schon ein Unterschied, ob man in einer neuen Firma arbeitet oder in einer Stadtverwaltung.

Sie leiteten den Verkaufs­innendienst bei der Paketpost Region Zürich, arbeiteten als Marketing- und Verkaufsleiterin bei Meteo Schweiz und waren bei der Stadtpolizei Zürich als Chefin des Büros für Veranstaltungen für öffentliche Grossanlässe zuständig. Wie kamen Sie dazu, Stadtschreiberin in Dietikon zu werden?

2014 schloss ich mein berufs­begleitendes Studium an der Universität Bern mit einem ­Executive Master of Public ­Administration (MPA) ab und wollte mich beruflich neu ­orientieren. Mehr und breitere Themen zu bearbeiten als zum Beispiel nur Veranstal­tungen war mein Wunsch – und der ist nun mit der Stelle als Stadtschreiberin in Erfüllung gegangen: Organisieren, sich mit verschiedenen Strukturen und städtischen Aufgaben ­befassen, Personalmanagement – dies sind meine Herzens- angelegenheiten.

Ihre Vorgängerinnen und Vorgänger waren Juristen, Sie waren in den Bereichen Public Management und Kommunikation tätig. Haben sich die Aufgaben einer Stadtschreiberin verändert?

Eine moderne Verwaltung ist auf effiziente Arbeitsabläufe angewiesen. Mir ist es wichtig, mit den Menschen im Dialog zu stehen und nach praktischen Lösungen zu suchen. Bei rechtlichen und formellen Fragen steht unser Jurist im Stadthaus zur Verfügung, auf seine Unterstützung kann ich jederzeit zählen.

Mit welchen Aufgaben befassen Sie sich, wo besteht Handlungsbedarf?

Der Betrieb funktioniert bestens, ein dringender Handlungsbedarf besteht nicht. Dennoch spüre ich eine Erleichterung, dass die Stelle als Stadt­schreiberin jetzt wieder besetzt ist. Zu tun gibt es in einer Stadt wie Dietikon immer genug. Eines meiner Anliegen ist unter anderem die interne und externe Kommunikation, die ich fördern will.

Haben Sie einen Ort entdeckt in Dietikon, der Ihnen besonders gut gefällt?

Ein Spaziergang oberhalb der Stadt an den Bauernhöfen und schliesslich am Skilift vorbei gefällt mir immer wieder gut. Und an der Reppisch entlang zu spazieren, finde ich auch schön.

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