Schlieren

FDP-Gemeinderat will, dass auch Schlieren eine Lehrstellenbörse erhält

An der Lehrstellenbörse haben Schülerinnen und Schüler Gelegenheit mit Lehrbetrieben in Kontakt zu kommen.

Eltern und Jugendlichen soll mit einem solchen Projekt unter die Arme gegriffen werden. Bei der Wirtschaft und der Schule renne man offene Türen ein.

Was in Dietikon und Weiningen schon lange durchgeführt wird, soll nun auch in Schlieren Einzug halten. In einem Postulat bittet Gemeinderat Dominic Schläpfer (FDP) den Stadtrat, zu prüfen, ob in der Stadt eine Lehrstellenbörse analog zur Veranstaltung in Dietikon möglich wäre und eingeführt werden könnte. «Bereits zum vierten Mal fand in der Turnhalle Luberzen Anfang in Dietikon eine Lehrstellenbörse für angehende Lehrlinge statt. Durch die Zusammenarbeit der Schule Dietikon mit ortsansässigen Betrieben erhielten rund 300 Sekundarschüler die Gelegenheit, sich direkt und unkompliziert mit ihren Bewerbungsdossiers vorzustellen», schreibt Schläpfer.

Jugendliche seien oft auf sich allein gestellt

Schläpfer, der im Schulhaus Reitmen als Primarlehrer tätig ist, verfolgt das Thema seit längerem und kam jüngst selber mit der Lehrstellensuche in Berührung, da sein Sohn einen Ausbildungsplatz suchte. «Zahlreiche Jugendliche sind bei der Berufswahl und Stellensuche auf sich alleine gestellt», sagt er. Dabei sei dies durchaus anspruchsvoll, da nicht nur Sprach- sondern auch IT-Kenntnisse notwendig seien. «Oft wissen Eltern nicht, wie sie ihr Kind im Berufswahl-Prozess unterstützen sollen. Oder es fehlen ihnen die spezifischen Fertigkeiten.» Die Lehrstellenbörse könne hier einen Beitrag zur Chancengleichheit leisten.

Positive Reaktionen von Stadt und Wirtschaft

«Als Jugendlicher ist es eine spezielle Situation, mit einem Erwachsenen professionelle Gespräche zu führen», sagt Schläpfer. Doch seien sie enorm wichtig. Die menschliche Chemie zwischen Lehrmeister und Lernendem würden etwa denselben Stellenwert wie die Zeugnisse haben. «Damit man aber überhaupt zu einem Gespräch eingeladen wird, ist oft ein langwieriger Mailverkehr notwendig.»

Aber nicht für die Schüler gibt es Vorteile. «Besonders Betriebe, die handwerkliche Arbeit verrichten, haben Mühe damit, Lehrlinge zu finden. An einer Lehrstellenbörse können sie Jugendliche direkt für diesen Beruf begeistern.»

Von Wirtschaftsvertretern habe er bezüglich der Teilnahme an einem Lehrstellenmarkt bereits positive Signale erhalten. Bei der Schulpräsidentin Bea Krebs (FDP) stosse man ebenfalls auf offene Ohren.

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