Entwicklung

Fast zwei Drittel der geplanten Massnahmen angegangen – Dietiker Stadtrat bilanziert und blickt nach vorne

Der Dietiker Stadtrat nutzt die Halbzeit der laufenden Legislaturperiode, um einen Blick zurückzuwerfen. (Archivbild)

Der Dietiker Stadtrat nutzt die Halbzeit der laufenden Legislaturperiode, um einen Blick zurückzuwerfen. (Archivbild)

Der Dietiker Stadtrat erstellt Bilanz die Entwicklung der letzten Jahre anhand seiner selbst gesteckten Ziele und blickt nach vorne.

Um seine eigene Arbeit in den vergangenen zwei Jahren einzuordnen, vergleicht er die Entwicklung der Stadt mit den Zielen, die er sich in seinem Regierungsprogramm nach der Wahl 2018 selbst gesteckt hat. Damals definierte er 20 Legislaturziele und 64 dazu gehörende Massnahmen.

Aus Sicht des Stadtrats fällt die Halbzeitbilanz positiv aus. 40 der angestrebten Massnahmen seien bereits umgesetzt oder zumindest angegangen worden, wie er gestern mitteilte.

Ausgehend vom grundlegenden Ziel, Dietikon für alle Gesellschafts- und Altersgruppen als attraktiven Wohn- und Arbeitsort zu positionieren, hat der Stadtrat fünf Themenfelder definiert. In der Mitteilung beschreibt er, was sich in den Bereichen alles getan hat und wie es weitergehen soll.

Siedlung und Mobilität

Basis für die Siedlungsentwicklung der Stadt ist der kommunale Richtplan. Dieser wurde kürzlich umfassend revidiert und liegt derzeit öffentlich auf. Er sieht eine innere Verdichtung vor. Es soll aber nicht nur grösser und dichter, sondern auch hochwertiger gebaut werden. Bei der laufenden Planung des Bahnhofareals seien wegen der Komplexität im Laufe des Jahres noch weitere Vertiefungsstudien nötig.

Die Baustellen der Limmattalbahn prägen zurzeit das Strassenbild der Stadt und werden die Entwicklung der Mobilität in Dietikon stark beeinflussen. Laut Mitteilung beschäftigt die Stadt sich laufend mit Themen wie Verkehrssicherheit und Begleitmassnahmen zum Bau der Limmattalbahn. Technologischen Fortschritt erwarte sich die Stadt von der Zusammenarbeit mit den Elektrizitätswerken des Kantons Zürich, die ihr Smart-City-Projekt auf das ganz Stadt­gebiet ausdehnen wird.

Finanzen und Wirtschaft

Trotz Coronakrise sollen Privatpersonen und Gewerbe von einer stabilen und verlässlichen Finanzpolitik der Stadt profitieren, schreibt der Stadtrat. «Die Wirtschaftsstrategie 2025» soll Dietikon stärker als überregionalen Wirtschaftsstandort etablieren. Die Fortschritte bei diversen Schulprojekten würden zudem die Standortqualität stärken. Bei allen stadteigenen Projekten werde bei Versorgung und Betrieb auf den Einsatz erneuerbarer Energien geachtet.

Gesellschaft

Um den Austausch mit der Bevölkerung zu fördern, wurde die Plattform «Studio Dietikon» lanciert. Nachdem 2019 ein Werkzeugkasten für die Freiraumentwicklung erarbeitet wurde, soll in diesem Jahr die konkrete Freiraumgestaltung in Quartieren im Fokus stehen. Zudem hat die Stadt neue Netzwerkanlässe wie ein Sportforum und ein Wirtschafts- und Gewerbeforum durchgeführt.

Um sozial Schwache zu unterstützen und zu integrieren, hat die Fachstelle Arbeitsintegration ihr Angebot in Bezug auf Integrationsmassnahmen in den ersten Arbeitsmarkt weiterentwickelt. Und Beschäftigungsprogramme für Sozialhilfebeziehende wurden ausgebaut.

Freizeit und Natur

Seit vergangenem Sommer steht die Allmend Glanzenberg der Bevölkerung als Erholungsraum zur Verfügung und die Allmend im Fondli hinter der Stadthalle lockt noch bis Herbst 2020 mit der Ausstellung (G)Artenvielfalt Besucher an.

Um dem Kultur- und Vereinsleben mehr Platz einzuräumen, will die Stadt bis 2023 die Zehntenscheune in ein «Haus der Bevölkerung» umbauen. Dabei soll auch der Aussenraum im gesamten Kronenareal neugestaltet werden, um das historische Zentrum Dietikons aufzuwerten und zu beleben. Wichtig für die Freizeit sind zudem Raumkapazitäten im Sport. Im Laufe des Jahres soll mit der Erarbeitung eines städtischen Sport- und Sportanlagenkonzeptes begonnen werden.

Service Public

In diesem Bereich geht es um den Austausch zwischen Verwaltung und Bevölkerung sowie um das städtische Infrastruktur- und Dienstleistungsangebot. Im Frühling 2020 installierte die Stadt ein neues Informations- und Leitsystem. Seither schaffen Stelen und Wegweiser Orientierung und lenken gezielt Pendlerströme. Bei der Infrastruktur hebt der Stadtrat die vorgesehene Revision des städtischen Energieplans hervor. Sie basiert auf der Gasstrategie, deren Fertigstellung noch in diesem Jahr geplant ist. 

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