Dietikon
Neue Mehrfamilienhäuser geplant: Reformierte stimmen über Kredit von 5,7 Millionen Franken ab

Am 28. November befinden die Stimmberechtigten der reformierten Kirchgemeinde Dietikon über einen Baukredit. Damit will die Kirche bis Frühjahr 2024 fünf Mietwohnungen bauen.

Florian Schmitz
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Zwei Mehrfamilienhäuser mit fünf Wohnungen sind auf dem Grundstück geplant. Sie sollen sich optisch gut in das Einfamilienhausquartier einfügen.

Zwei Mehrfamilienhäuser mit fünf Wohnungen sind auf dem Grundstück geplant. Sie sollen sich optisch gut in das Einfamilienhausquartier einfügen.

Visualisierung: zvg

Für 5,7 Millionen Franken will die reformierte Kirchgemeinde Dietikon auf ihrem Grundstück an der Mühlehaldenstrasse 19 zwei neue Mehrfamilienhäuser bauen. Das bestehende, ehemalige Pfarrhaus soll abgerissen werden, heisst es in der Abstimmungsweisung. Am 28. November entscheiden die Stimmberechtigten, ob das Projekt mit fünf Wohnungen, einem Atelier, Kellerräumen und einer Stapelgarage für sechs Autos wie geplant umgesetzt wird.

Die beiden neuen Häuser sollen nach Minergie-Standard gebaut werden. Zur Energiegewinnung werden vier Erdsonden in 200 Metern Tiefe eingesetzt. Auf den Dächern sind Fotovoltaikanlagen vorgesehen. Die vier 4,5-Zimmer-Wohnungen und die 5,5-Zimmer-Wohnung sollen vom Grundriss her wie Einfamilienhäuser aufgebaut sein. Optisch sollen die Gebäude sich zudem gut in das Einfamilienhausquartier einfügen. Auf der Parzelle ist auch ein Spielplatz geplant. Mit dem Projekt könne die Kirchgemeinde das Grundstück optimal ausnützen und Familien gute Wohnungen zu fairen Preisen anbieten, heisst es weiter.

So sollen die Wohnungen von innen aussehen.

So sollen die Wohnungen von innen aussehen.

Visualisierung: zvg

Keine Steuererhöhung notwendig

Die reformierte Kirche strebt beim Projekt eine Bruttorendite von 2,5 Prozent an. Eine Steuererhöhung sei für die Finanzierung nicht notwendig, heisst es weiter. Über 1 Million Franken will die Kirchenpflege aus Eigenmitteln finanzieren. Für die verbleibenden rund 4,5 Millionen Franken habe man bereits eine Kreditzusage von der Zürcher Kantonalbank erhalten, wie Finanzvorstand Werner Hogg an der Kirchgemeindeversammlung im August ausführte. Mit 19 Ja-Stimmen bei einer Gegenstimme und einer Enthaltung empfahl die Versammlung, den Baukredit anzunehmen. Bereits zuvor hatten sich die Kirchenpflege und die Rechnungsprüfungskommission dafür ausgesprochen.

Andreas Scheibler übte das Pfarramt lange stellvertretend aus.

Andreas Scheibler übte das Pfarramt lange stellvertretend aus.

zvg

Auch ein neuer Pfarrer wird gewählt

Neben dem Baukredit entscheiden die Dietiker Reformierten am 28. November auch darüber, ob Andreas Scheibler als Pfarrer der reformierten Kirchgemeinde gewählt wird. An einer ausserordentlichen Kirchgemeindeversammlung Anfang Oktober empfahlen die Stimmberechtigten den von der Pfarrwahlkommission vorgeschlagenen Scheibler einstimmig. Der 62-Jährige amtete lange als stellvertretender Pfarrer in verschiedenen reformierten Kirchen im Kanton, davon zwei Jahre in Dietikon. Bis zur Wahl von Melanie Randegger im September führte er das vakante Pfarramt interimistisch. Als Festangestellter soll er nun 30 Stellenprozente erhalten. (flo)

Das in die Jahre gekommene Wohnhaus wurde 1915 erbaut. In den 1930er-Jahren wurde es von der reformierten Kirche gekauft. Fortan diente es als Pfarrhaus. Seit längerer Zeit wird es von zwei Mietparteien als Wohnhaus genutzt. Das Gebäude ist laut Kirchgemeinde schwer baufällig. Deshalb hat sie im vergangenen Jahr einen Projektwettbewerb für einen Ersatzneubau ausgeschrieben, den das Architekturbüro Schneider Studer Primas für sich entschied. Der Baustart ist auf September 2022 angesetzt. Im April 2024 sollen die beiden Mehrfamilienhäuser bezugsbereit sein.

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