Dietikon
Stadt unterstützt auch in zweitem Lockdown: 100'000 Franken kostete der Mietzinserlass bisher

Drei Restaurants und zwei weitere Betriebe profitieren derzeit von der Coronahilfe der Stadt Dietikon. Insgesamt hat der Stadtrat für die Unterstützung 187'000 Franken gesprochen.

Virginia Kamm
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Die Taverne zur Krone ist eines von drei Restaurants, die von der Stadt unterstützt werden.

Die Taverne zur Krone ist eines von drei Restaurants, die von der Stadt unterstützt werden.

Cynthia Mira

Die Stadt Dietikon erlässt verschiedenen Restaurants und Betrieben, die wegen der Coronamassnahmen nicht normal geöffnet haben dürfen, derzeit die Mietzinse. So profitieren aktuell die Taverne zur Krone, das Restaurant Bären und das «Peace House» von der städtischen Unterstützung. Auch das Kulturhaus Gleis 21 und der Verein Colonia Libera Italiana müssen momentan keine Miete zahlen. Schon im ersten Lockdown ist die Stadt einigen Mietern entgegengekommen: Zehn Mietern wurden von Mitte März bis Anfang Juli 2020 die Kosten zumindest teilweise erlassen, was die Stadt 64'000 Franken kostete.

«Ab November haben die Betriebe Anträge zum Mietzinserlass gestellt und die Stadt hat diese akzeptiert», sagt Peter Baumgartner, Leiter der Dietiker Hochbauabteilung, auf Anfrage. Die Colonia Libera Italiana erhält den Mietzinserlass seit November, das Gleis 21 seit Dezember und die drei Restaurants seit Anfang Januar. Andere Geschäfte wie die Buchhandlung Scriptum, die im ersten Lockdown unterstützt wurden, haben dieses Mal keinen Antrag gestellt.

Insgesamt beträgt der Kredit für die Hilfe 187'000 Franken

Bereits Ende März 2020 hat der Stadtrat einen Kredit von 112'000 Franken für den Mietzinserlass genehmigt. Ende Januar 2021 erfolgte nun die Bewilligung für zusätzliche 75'000 Franken. «Von den insgesamt 187'000 Franken des Kredits hat die Stadt bis Ende Januar rund 100'000 gebraucht», sagt Baumgartner. Wie lange die Unterstützung der Stadt noch anhalten werde, sei unklar: «Wir erlassen die Mietzinse so lange wie nötig und solange ein bewilligter Kredit dafür vorhanden ist.»

Im Frühling 2020 zeigten sich die Geschäfte, die vom Mietzinserlass profitierten, dankbar. Corinne Frischknecht von der Buchhandlung Scriptum sagte zum Beispiel, dass sie «extrem froh» darüber sei. «In der ersten Welle haben die Mieter die Unterstützung sehr geschätzt», sagt Hochbauvorstand Anton Kiwic (SP). «Im Moment stecken die Geschäfte und Restaurants aber alle noch in der zweiten Welle.» Deshalb sei es noch etwas früh, um erneut Rückmeldungen von ihnen zu erhalten. Für den Stadtrat sei zu jedem Zeitpunkt klar gewesen, dass er schnell und unbürokratisch helfe, wo immer er am Hebel sitze, sagt Kiwic. «Im Gesamtstadtrat gab es zu diesem Thema nie eine kontroverse Diskussion. Alle Mitglieder standen zu jeder Zeit und vorbehaltlos hinter den Massnahmen.»

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