Dietikon
Aufsicht musste eingreifen: Schulkinder wollten brutale Netflix-Serie «Squid Game» auf dem Pausenhof Stierenmatt nachspielen

Die Pausenaufsicht der Schule Stierenmatt in Dietikon konnte rechtzeitig verhindern, dass ein Spiel zwischen Kindern der 1. bis 4. Klasse ausartete, wie Schulvorstand Reto Siegrist (Mitte) an der Gemeinderatssitzung vom Donnerstag erklärte. Die Schule will nun Aufklärungsarbeit leisten.

Florian Schmitz
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Die südkoreanische Netflix-Serie «Squid-Game» ist für seine Brutalität bekannt.

Die südkoreanische Netflix-Serie «Squid-Game» ist für seine Brutalität bekannt.

Netflix

Am vergangenen Dienstag wollten einige Kinder der 1. bis 4. Klasse auf dem Pausenplatz des Schulhauses Stierenmatt die Netflix-Serie «Squid Game» nachspielen. Bei der koreanischen Produktion, die ab 16 Jahren freigegeben ist, müssen die Figuren bekannte Kinderspiele absolvieren. Dabei werden alle Verlierer umgebracht.

Adaptiert auf die Serie hätten die Kinder als Strafe Prügel vorgesehen, aber die Pausenaufsicht habe rechtzeitig eingegriffen und es sei beim Spiel geblieben, erklärte Schulvorstand Reto Siegrist (Mitte) an der Gemeinderatssitzung.

Eltern sollen für das Thema sensibilisiert werden

Er informierte das Parlament über den Vorfall, weil ein anschliessendes Informationsschreiben an die Eltern der Presse zugespielt worden sei. Daraufhin sei er von einem Jour­nalisten mit dem Thema konfrontiert worden. «Dabei wurde die Sachlage völlig falsch dargestellt», sagte Siegrist. Es sei behauptet worden, dass Kinder verprügelt wurden. Die Schule werde nun reagieren.

«Die Serie ist sehr brutal und nicht für Schüler gedacht»,

sagte Siegrist. Deshalb sollen die Eltern mit einem Hinweis auf die Serie für das Thema sensibilisiert werden. Und Schulsozialarbeitsleiter Christian Heider habe ein Aufklärungsdokument über «Squid Game» ausgearbeitet, um den Lehrkräften zu helfen, die Serie besser einordnen und aus pädagogischer Sicht thematisieren zu können.

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