Schlieren
Dieser Mann gewinnt mit Foto vom Schlierefäscht den Wettbewerb

Es liegt in der Familie: Der erste Platz des Schlieremer Fotowettbewerbs geht an Michel Zaugg. Er setzte sich mit einem Sujet vom Schlierefäscht durch. Den zweiten Rang belegt Lebensgefährtin Evelyn Hediger.

Mojan Salehipour
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Michael Zaugg mit seinem Siegerbild von der Zentrumsbühne.

Michael Zaugg mit seinem Siegerbild von der Zentrumsbühne.

Es ist später Abend, der Kirchturm der Alten Kirche Schlieren ist in gleissendes Licht getaucht und die Uhr zeigt kurz vor neun. Trotz der späten Stunde leuchtet der Himmel auf Michel Zauggs Siegerfoto königsblau. Es ist eine Sommernacht im September und auf dem grossen Platz vor der Kirche sitzen die Menschen auf langen Bänken und feiern ausgelassen, während auf der Zentrumsbühne die Post abgeht. Es ist Schlierefäscht 2011.

Dem Aufruf zum Fotowettbewerb «Schliere lacht» im Rahmen des Schlierefäschts sind einige Einsendungen gefolgt. Zwei Duzend Fotografien sind eingegangen und am vergangenen Donnerstag erstmals im Schlieremer Stadthaus ausgestellt worden. Die Vielfalt der Motive war gross: Es gab Tag- und Nachtaufnahmen, Bilder mit viel Bewegung, aber auch welche, in denen die Zeit stillzustehen scheint.

«Keine leichte Aufgabe»

Der Höhepunkt der Vernissage war die Bekanntgabe der Sieger. Mit der Bewertung der Werke und der Siegerermittlung war die Kulturkommission (KuKo) beauftragt worden. «Keine leichte Aufgabe», wie Regula Senn, Mitglied der KuKo, erklärte. Jedes Bild habe seine eigene Besonderheit. Durch das Punktevergabesystem konnte letztlich eine eindeutige Bewertung vorgenommen werden.

Die Sieger standen also fest: Der erste Platz ging an das Bild «Zentrumsbühne» des Schlieremers und Wahl-Urdorfers Michel Zaugg, der zweite Platz an Evelyn Hediger für ihre Fotografie «Karussell», ein Bild, das Bewegung und Stillstand auf besondere Weise vereint. Den dritten Rang belegte das Bild von Dora Frei Santschi, welches «Steff la Cheffe in Aktion» heisst und zeigt.

Thema war ausschlaggebend

Die Bilder auf dem zweiten und dritten Platz, beide auch sehr ausdrucksstark, hätten dem ersten Rang so alle Ehre gemacht. Wo lag also der entscheidende Unterschied? Was waren die Kriterien? Regula Senn kann das beantworten: «Das Thema war ausschlaggebend: Das Schlierefäscht, das Feiern und Festen. Durch die Zentrumsbühne und die vielen Menschen wurde das beim Siegerbild sehr gut getroffen.»

Aber vor allem sei es ein Bauchgefühl, so Senn. Gewinner Michel Zaugg, war sichtlich überrascht: «Nein, mit einem Sieg hätte ich nicht gerechnet.» Der Hobbyfotograf habe 2007 durch eine Reise nach Kolumbien zum Fotografieren gefunden, genauso wie Lebensgefährtin und Zweitplatzierte Evelyn Hediger. Besucherin und Mitglied des Schlierefäscht-OKs, Sabrina Burri, fand die Vernissage gelungen: «Es ist ein schöner Schlusspunkt für das Schlierefäscht. Etwas, das bleibt.»