Das 36-köpfige Schlieremer Parlament ist neu bestellt. Es ist weiblicher und linker. Die grosse Siegerin war die GLP, die zwei Sitzgewinne verbuchen konnte und neu über vier Mandate verfügt. Weil Andreas Kriesi den Sprung in die Exekutive schaffte, verfügt die GLP über gleich drei neue Gesichter.

Auch SP und Grüne gewinnen jeweils einen Sitz und haben neu elf Sitze. Vier davon werden von Neuen besetzt. Der Bisherige Walter Artho (SP) wurde abgewählt. Die SP/Grünen-Fraktion ist zudem die weiblichste, denn sechs der elf Gewählten sind Frauen.

Generell wuchs der Frauenanteil an: Waren in der vergangenen Legislatur noch neun im Rat, sind es in der Legislatur 2018 bis 2022 elf. Über gar keine Frau mehr verfügt die SVP-Fraktion, denn mit Judith Din wurde die einzige abgewählt. Generell war es kein guter Tag für die SVP, musste sie doch mit der Abwahl von Moritz Berlinger auch einen zweiten Sitzverlust hinnehmen.

Eine grosse Überraschung gab es bei der FDP. Dort rückte Fiona Stiefel, Tochter von Stadträtin Manuela Stiefel, vom zwölften Listenplatz auf den dritten vor und vertrieb Thierry Spaniol aus dem Amt.

Ebenfalls abgewählt ist Thomas Widmer vom Quartierverein. Dieser kommt neu auf zwei Mandate (bisher drei). Weder Personal- noch Sitzzahländerungen zu verbuchen hat die CVP. Erwin Scherrer ist neu noch der einzige EVP-Vertreter, da der Sitz des nicht wieder angetretenen Werner Jost nicht verteidigt werden konnte.

Das ist der neue Schlieremer Stadtrat