Coronalockerungen
Überrumpelt, aber froh: Bald werden in den Limmattaler Fitnesscentern wieder die Muskeln gestählt

Aufatmen für Fitnessliebhaber: Ab Montag sind die Fitnessstudios wieder offen – mit Maskenpflicht und Abstand. Die «Limmattaler Zeitung» hat bei einigen Studios in der Region nachgefragt, was das für Betreiber und Gäste bedeutet.

Carmen Frei
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Die Fitnessstudios dürfen ab dem nächsten Montag wieder öffnen. Aber es gelten nach wie vor viele Einschränkungen.

Die Fitnessstudios dürfen ab dem nächsten Montag wieder öffnen. Aber es gelten nach wie vor viele Einschränkungen.

Laurent Gillieron / Keystone

Am Mittwoch erreichte die Fitnesscenter die frohe Botschaft: Ab Montag, dem 19. April, können sie wieder öffnen. Der Schritt freut die meisten zwar. Er bedeutet aber auch, dass nun schnelle Vorbereitungen nötig sind.

Bei den beiden Activ-Fitness-Studios in Schlieren und in Dietikon wird es am nächsten Montag definitiv losgehen. Die Kette verkündet auf ihrer Website «Yes! We’re back». Laut Pressesprecherin Silvia Talabér werden in den Studios ab dann dieselben Schutzmassnahmen wie bereits im Herbst 2020 zum Tragen kommen.

«Diese betreffen insbesondere den Gruppenkurs-Bereich, wo wir eine Maximalbelegung von 15 Personen inklusive Trainer pro Kurs haben», sagt sie. Für diese Kurse gebe es eine Online-Registrierung mit einer eingestellten Anzahl von maximal 15 Personen. Auch beim Gerätetraining gibt es Einschränkungen. So dürfen laut Talabér nur 80 Prozent der Geräte ausgelastet sein. Die Anzahl der Besucherinnen und Besucher werde je nach Standort mit einem Drehkreuz oder einem Check-in-System geprüft.

Es gilt weiterhin: Abstand halten, Maske tragen

«Unsere Mitglieder sind aber bereits bestens dafür sensibilisiert, ihre Trainingszeit so auszulegen, dass sich die Auslastung in den Studios gut auf die gesamte Öffnungszeit verteilt», findet Talabér. Den Besucherinnen und Besuchern der Activ-Fitness-Studios rät sie, Abstand zu halten, Maske zu tragen und Geräte und Hände regelmässig zu desinfizieren.

«Die Maskenpflicht gilt grundsätzlich überall, ausser auf speziell gekennzeichneten Ausdauergeräten», präzisiert Talabér. Sollte jemand die Maske vergessen haben, könne zum Preis von einem Franken eine Maske in den Studios bezogen werden.

Nur 25 Personen und offene Fenster

Auf die Kontrolle mit einem Check-in-System setzt auch das Dynamis Fitness in Schlieren. Auch hier wird am 19. April geöffnet. «Erlaubt sind bei uns 40 Personen. Wir beschränken uns jedoch freiwillig auf 25 Personen», lässt das Fitnessstudio auf Anfrage verlauten. Damit die Abstände gewährleistet seien, hätten im Studio einige Geräte verschoben werden müssen, ausserdem seien sechs von zwölf Duschen geschlossen. «Da wir rundum Fenster haben, lassen wir die meisten offen», schreibt Dynamis Fitness.

Der Rat an die Besuchenden ist hier ähnlich: «Wir raten, auf die Abstände zu achten. Geräte so benutzen, dass man keinen direkten ‹Nachbarn› hat. Geräte müssen nach Gebrauch desinfiziert werden.» Zudem bestehe Maskenpflicht. Masken stünden im Dynamis Fitness zur Verfügung.

Bei einigen Sportarten könne aber ohne Maske trainiert werden. «Einige Bikes, Crosstrainer und Rudergerät stehen in separaten Räumen mit Fenstern», schreibt das Studio. Nach dem Training müsse dann natürlich gelüftet werden.

Das Ladies Gym freut sich schon jetzt – öffnet aber erst am 29. April

Erst später öffnen wird das Ladies Gym in Dietikon. «Wir werden erst am 29. April öffnen. Der Bundesratsentscheid hat uns ein wenig überrumpelt», sagt Kathrin Schmidtke, Assistentin des Geschäftsführers und diplomierte Fitnessinstruktorin. Im Ladies Gym werde gerade der Duschbereich erneuert, dieser soll bis dann fertiggestellt sein.

Aber schon jetzt ist Schmidtke euphorisch: «Wir freuen uns mega, dass es wieder losgeht und wir unsere Kundinnen wieder begrüssen können.» Zusätzliche Massnahmen müssen laut Schmidtke keine getroffen werden. Schon bei der letzten Öffnung wurden Markierungen und Trennwände bei den Fitnessgeräten angebracht. Schmidtke empfiehlt den Kundinnen auch, bereits angezogen vor Ort zu erscheinen und zu Hause zu duschen. «Unser Motto war auch immer, auf den gesunden Menschenverstand zu setzen», sagt sie. «Die Kundinnen achten auch aufeinander.»

Das Ladies Gym sei gute 1000 Quadratmeter gross, sagt Schmidtke. «Es können also locker 65 Kundinnen auf einmal ins Fitnessstudio», sagt Schmidtke.

Bei ruhigen Sportarten geht es auch ohne Maske

Bei fast allen Trainings herrscht Maskenpflicht. Schmidtke erklärt aber: «Im Aerobicraum haben wir genügend Platz, damit wir die ruhigen Stunden auch ohne Masken durchführen können. Wir haben auch bereits Markierungen mit Smileys auf dem Boden.» Wer in den Kursraum oder aus dem Kursraum geht, müsse allerdings eine Maske tragen.

Bereits jetzt bietet das Ladies Gym Online- sowie Outdoor-Kurse an. Dies möchten das Fitnessstudio laut Schmidtke auch nach der Öffnung des Studios als Ergänzung beibehalten.