Birmensdorf/Aesch
Ja zum 14,5-Millionen-Baukredit: Stimmberechtigte genehmigen Sanierungspaket für Brüelmatt 1 und 2

Über 70 Prozent der Birmensdorfer und Aescher Stimmberechtigten stimmen dem 14,5 Millionen teuren Sanierungsprojekt für die Schulanlagen Brüelmatt 1 und 2 zu ‒ zur Erleichterung der Sekundarschulpflegepräsidentin Isabelle Carson.

Sven Hoti
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Die Sekundarschulanlagen Brüelmatt 1 und 2 sollen für die nächsten 30 bis 40 Jahre ertüchtigt werden.

Die Sekundarschulanlagen Brüelmatt 1 und 2 sollen für die nächsten 30 bis 40 Jahre ertüchtigt werden.

Sandra Ardizzone (14.02.2018)

Ja zu neuester Technik, besserer Isolierung und mehr Sicherheit: Die Birmensdorfer und Aescher Stimmberechtigten haben sich für den 14,5-Millionen-Baukredit für die Sanierung der in die Jahre gekommenen Schulanlagen Brüelmatt 1 und 2 in Birmensdorf ausgesprochen. Das Anliegen fand bei insgesamt 72,26 Prozent der Stimmberechtigten Zuspruch. In Birmensdorf lag die Stimmbeteiligung bei 59,92, in Aesch bei 63,65 Prozent.

Mit dem Ja zum Baukredit können die Sanierungsarbeiten wie geplant im Juli 2022 starten. Zuerst soll das Brüelmatt 1 saniert werden, Brüelmatt 2 soll dann im Februar 2024 folgen. Bezugsbereit wären die beiden Gebäude im Januar 2024 respektive August 2024. Während der Sanierung von Brüelmatt 1 soll ein Provisorium bezogen werden. Ob ein solches auch für Brüelmatt 2 nötig wird, ist noch unklar. Bereits im Oktober 2021 wird der Schulhausanbau Brüelmatt 3 eröffnet. Dieser wurde gebaut, um dem Bevölkerungswachstum in Birmensdorf und Aesch Rechnung zu tragen.

Freut sich über das wuchtige Ja: Isabelle Carson, Präsidentin der Sekundarschulpflege Birmensdorf-Aesch.

Freut sich über das wuchtige Ja: Isabelle Carson, Präsidentin der Sekundarschulpflege Birmensdorf-Aesch.

zvg

Für die Präsidentin der Sekundarschulpflege Birmensdorf-Aesch war das wuchtige Ja eine Bestätigung für den Nutzen des Projekts. «Wir sind sehr froh über den Ausgang dieser Abstimmung, denn die Sanierung ist bitter nötig», sagte Isabelle Carson.

Vereinzelte kritische Stimmen hätten sie im Vorfeld etwas verunsichert, gibt sie zu. «Das Gros blieb aber vernünftig und konnte zwischen Wunschprogramm und Notwendigkeit unterscheiden und hat uns sein Vertrauen ausgesprochen. Dafür bin ich dankbar.»

Für die Sekundarschulgemeinde stehen nun diverse organisatorische Angelegenheiten an, bis die Sanierung im Sommer 2022 starten kann. Einerseits fehle noch eine Baubewilligung, erklärt Carson. Andererseits müsse man die Raumplanung neu vornehmen für den Umzug der Schüler während der Bauarbeiten und planen, wohin das Mobiliar in dieser Zeit gezügelt werden soll. «Es ist eine grosse Übung und braucht einiges an Planung und Logistik», so Carson.

Die Schulanlagen sind in die Jahre gekommen

Die Sekundarschulpflege Birmensdorf-Aesch betonte bereits im Vorfeld der Abstimmung, wie wichtig die Sanierung der beiden Oberstufenschulanlagen sei. Die Bauten seien in die Jahre gekommen und genügten aktuellen Anforderungen an den Schulbetrieb nicht mehr. Ein Team von Architekten und Fachplanern war bei einer Analyse der Gebäude zum Schluss gekommen, dass insbesondere das 43-jährige Brüelmatt 1 aktuelle Sicherheitsstandards, etwa bezüglich der Erdbebensicherheit, nicht mehr erfülle. Das Projekt des Zürcher Architekturbüros Ladner Meier soll die Gebäude für die nächsten 30 bis 40 Jahre ertüchtigen.

Den Hauptbestandteil der Sanierungsarbeiten am denkmalgeschützten Brüelmatt 1 machen der Ersatz der Metall-Glass-Fassade und die Sanierung der Flachdächer inklusive der Verbesserung der Dämmung aus. Im Zuge der Arbeiten sollen auch das Sanitärleitungsnetz und die Elektroinstallationen ersetzt werden. Beim 25-jährigen Brüelmatt 2 beschränken sich die Sanierungsarbeiten auf den Ersatz der Elektroinstallationen. Zudem soll es Änderungen in der Anordnung der Räume geben und ein zusätzlicher Ausgang in den Garten geschaffen werden.

Der Kostenvoranschlag für das Brüelmatt 1 beläuft sich auf 12,53 Millionen, derjenige für das Brüelmatt 2 auf 3,13 Millionen Franken. Abzüglich des bereits im Herbst 2020 gewährten Projektierungskredits von 1,16 Millionen Franken für die Analyse der Gebäude beträgt der Objektkredit noch 14,5 Millionen Franken.