Kunst
Bilder mit Hintergedanken, Sommerwiesen und verschneiten Bäumen

Peo Oertli-Kassim, seines Zeichens Musiker, Ethnologe und Fotograf, hat während zehn Jahren den Schlieremer Berg erwandert und dabei einige Fotos geschossen. Diese veröffentlicht er nun in einem Bildband.

Sebastian Schanzer
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Im Bildband «Schlieremer Bergwanderung» finden die Natur mit ihren wundersamen Blüten und von Menschenhand geschaffene Werke ihren Platz.
4 Bilder
Bilder vom Schlieremer Berg
Peo Oertli-Kassim fand in den letzten Jahren...
... unzählige optische Highlights auf seinen Wanderungen.

Im Bildband «Schlieremer Bergwanderung» finden die Natur mit ihren wundersamen Blüten und von Menschenhand geschaffene Werke ihren Platz.

ZVG: Peo Oertli-Kassim

Für die Schlieremer Bevölkerung gibt es nur zwei Erholungsgebiete in unmittelbare Nähe: die Limmat und der Schlieremer Berg. Peo Oertli-Kassim veröffentlichte jüngst ein Plädoyer für die Erhaltung des Letzteren.

Sein eben erschienener Bildband «Schlieremer Bergwanderung» zeigt auf 154 Seiten Fotos, die er in den letzten zehn Jahren auf seinen Spaziergängen auf dem Schlieremer Berg geschossen hatte. Die grosse Zeitspanne, aus welcher die Bilder stammen, ermöglicht einen vielfältigen Blick auf das Gebiet: Tief verschneite Bäume, Sommerwiesen, frühmorgendlicher Tau oder herbstliche Abendstimmungen sind zu bestaunen.

Zu jeder Jahreszeit und bei jeder Witterung zieht es Peo Oertli-Kassim mit seiner Frau nach draussen. Dort sucht der Ethnologe, Musiker und passionierte Fotograf nach verborgenen Strukturen in der Landschaft, entdeckt zufällige Konstellationen und hält sie im richtigen Moment fest. Grosse Panoramabilder stehen neben Nahaufnahmen von Pflanzen oder Gegenständen. Nicht selten verlangt ein Bild dem Betrachter ein Augenzwinkern ab.

Manche seiner Bilder haben «Hintergedanken», wie es Peo Oertli-Kassim formuliert. Erst beim längeren Betrachten entdecke man die Absicht, die hinter einem Bild stecke: Sei es ein verstecktes Gesicht in den Wolken oder die clevere Komposition des gesamten Bildes.

Der Künstler hatte die Qual der Wahl und musste aus fast viertausend Bildern eine Auswahl treffen und diese sinnvoll arrangieren. Zwei Jahre brauchte er für dieses Projekt, nachdem er von Albert Schweizer von der Standortförderung der Stadt Schlieren den Auftrag dafür erhalten hat. Der Fotoband soll Lust auf Spazieren und Entdecken am Schlieremer Berg machen – aber auch ein Signal an Bevölkerung und Politik zur Erhaltung dieses wichtigen Erholungsgebietes senden.

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