Dietikon

Ab jetzt droht Anzeige: Unbekannte verunstalteten das Areal der Gartenausstellung

Nicht nur das überdachte Forum wurde Ende letzte Woche verwüstet. Auf dem ganzen Areal hinterliessen die Täter Spuren.

Nicht nur das überdachte Forum wurde Ende letzte Woche verwüstet. Auf dem ganzen Areal hinterliessen die Täter Spuren.

Weil die Verwüstung und das Littering bei der (G)artenvielfalt in Dietikon zugenommen haben, reagiert der ­Gärtnermeisterverband mit verschärften Massnahmen. Ab jetzt wird jeder Vorfall sofort bei der Polizei angezeigt.

«Wer macht so etwas? Und warum?» Für Erich Affentranger, Geschäftsführer des kantonalen Gärtnermeisterverbands, ist die blinde Zerstörungswut unverständlich und absolut inakzeptabel. Die (G)Artenvielfalt präsentiert hinter der Stadthalle in Dietikon in idyllischen Schaugärten eine vielfältige Gartengestaltung ohne invasive Neophyten. Tagsüber steht die Anlage allen Besuchern kostenlos offen. «Die Ausstellung bietet Platz zum Verweilen und wir freuen uns eigentlich, wenn Leute sich dort treffen», wird Affentranger in der Mitteilung zitiert, die der Gärtnermeisterverband am Dienstag aus unerfreulichen Gründen verschickt hat. Darin wird beklagt, dass es auf dem Ausstellungsareal in den letzten Wochen vermehrt zu Littering und Zerstörung gekommen ist. Ende letzter Woche ereignete sich der bisher gröbste Vorfall, wie Petra Hausch, Leiterin Kommunikation beim Verband, auf Anfrage sagt.

Zerschnittene Stühle und überall Müll

Dabei trafen die Verantwortlichen auf ein Bild der Verwüstung. Die unbekannten Eindringlinge hatten das Areal zugemüllt, die Stofflehnen von rund einem dutzend Stühlen zerschnitten und teilweise die Stuhlbeine verbogen. Das ganze Infomaterial sei weggeworfen und teilweise zerrissen worden. «Ich musste alles entsorgen», sagt Hausch. Auch Materialkisten vom Globi-Parcours, mit dem Kinder spielerisch an das Thema einheimische Pflanzen herangeführt werden, wurden teils geleert und ihr Inhalt irgendwo auf dem Areal verteilt. So einen sinnlosen Schaden anzurichten, sei auch extrem respektlos gegenüber allen Familien und Kindern, die die Ausstellung gerne besuchen, ärgert sich Hausch.

In der Vergangenheit sei es vor allem im Winter, wenn es früher eindunkelt, immer wieder zu kleineren Vorfällen gekommen, sagt sie. Und bereits vor der Eröffnung im Mai 2019 wurde während der Aufbauarbeiten eine Trockenmauer beschädigt. Aber seit kurzem sei eine neue Dimension der Zerstörung erreicht worden. «Für alle an der Ausstellung Beteiligten ist es extrem mühsam», sagt Hausch. Deshalb hat der Gärtnermeisterverband reagiert: «Wir haben ­entschlossen, dass wir ab jetzt jeden Vorfall direkt bei der Polizei anzeigen», sagt sie. Zudem werde das Areal intensiver kameraüberwacht als bisher. In seiner Mitteilung ruft der Gärtnermeisterverband Besucher und Spaziergänger dazu auf, ­etwaige auffällige Beobachtungen unverzüglich der Polizei zu melden.

Mit den verschärften Massnahmen kehrt auf dem Areal hoffentlich wieder Ruhe ein, damit die (G)Artenvielfalt im nächsten Frühling noch einmal richtig aufblühen kann. Im September gab der Gärtnermeisterverband bekannt, dass die Gartenbauer ihre Schaugärten im Fondli noch bis nächsten Oktober weiter präsentieren werden (die «Limmattaler Zeitung» berichtete). Ursprünglich hätte die Ausstellung bereits diesen November zu Ende gehen sollen. Aber weil vielerorts der Wunsch nach einer Verlängerung geäussert worden sei und der Lockdown die Saison verkürzt habe, hätten die Organisatoren dem zugestimmt.

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