Zu den Regionalmusiktagen gehören die von einem Experten beurteilten Konzertvorträge, die Marschmusikparade und auch die Veteranen-Ehrungen. 19 Musikvereine waren am Samstag und Sonntag in Hausen zu Gast.

Die Marschmusikparaden fanden auf der Ebertswilerstrasse statt. In Reih und Glied stellten sich die Musikerinnen und Musiker auf. Sorgfältig kontrollierte der Dirigent vor dem Abmarsch jeweils die Fusspositionen seiner Orchestermitglieder: «Hier etwas mehr nach links, dort bitte mehr nach vorne.»

Der Experte beurteilt die Parade nach verschiedenen Kriterien. So zählen die Ausrichtung und der Abstand der Reihen, das Halten der Instrumente, die einheitliche, korrekte Kleidung und natürlich auch die musikalische Qualität. Der Dirigent gab mit seinem grossen Stock das Zeichen, und los gings. So marschierte ein Verein nach dem anderen fröhlich musizierend Richtung Dorf.

Einige trugen trotz Hitze das Jackett oder sogar einen Hut, andere nahmen es lockerer und traten in kurzärmligen Hemden an. Das Publikum auf dem Trottoir freute sich über die rassige Musik, klatschte im Takt mit oder applaudierte.

Die 15-minütigen Konzertvorträge fanden in der reformierten Kirche statt. Auch hier war das Publikum zahlreich. Die beiden Experten, Beat Blättler und Nino Wrede, wechselten sich beim Bewerten ab. Sie beurteilten die Vorträge nach dem musikalischen Ausdruck, der Gestaltung, der Intonation, dem Rhythmus, der Dynamik und danach, ob das Werk zum vortragenden Verein und seinem Niveau passt. Die Experten gaben keine Noten, sondern erläuterten ihre Anregungen mündlich in einem Gespräch mit dem ganzen Verein. «Es geht um aufbauende Kritik, davon kann ein Verein mehr profitieren als von Punktzahlen», erklärte Experte Beat Blättler.

Ein einziger Verein spielte weder auf der Strasse noch in der Kirche. Das war der Gastgeberverein selber. Die Harmonie Hausen konzentrierte sich für einmal aufs Organisieren des Anlasses und aufs Feiern des eigenen 125-Jahr-Jubiläums. Der Abschluss der Kreismusiktage Amt und Limmattal mit der feierlichen Übergabe der Verbandsfahne am Sonntag wurde umrahmt von Musik der Tambouren der Stadtjugendmusik Dietikon und der Stadtmusik Dietikon.

Neben den beiden Dietiker Formationen nahmen aus dem Limmattal die Jugendmusik rechtes Limmattal und die Kreismusik Limmattal, die Stadtjugendmusik Schlieren und der Musikverein Harmonie Schlieren, sowie die Harmonie Birmensdorf und die Harmonie Urdorf teil. Somit war das Limmattal bei den Kreismusiktagen in Hausen bestens vertreten.

2020 in Affoltern

Total nahmen 650 Musikerinnen und Musiker aus dem Säuliamt, dem Limmattal und angrenzenden Gemeinden an den Regionalmusiktagen in Hausen am Albis teil. Sie dürften sich bereits auf die nächste Ausgabe freuen. Diese findet vom 19. bis zum 21. Juni 2020 in Affoltern am Albis statt, wo dann zugleich der 100. Geburtstag der Harmonie Affoltern gefeiert wird.