Uitikon
20 Holzmodule innert zwei Tagen: Neuer Schulpavillon Mettlen ist aufgerichtet

Der neue Uitiker Schulpavillon an der Mettlenstrasse wird mit 20 Holzmodulen erbaut. Bis am 1. März 2021 soll er bezugsbereit sein.

Carmen Frei
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Die Holzmodule für das Erdgeschoss sind bereits da, die Module für das Obergeschoss folgen.
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Die Aufteilung der Kindergarten- und Schulzimmer ist schon klar erkennbar.
Der Liftschacht und weitere Holzteile warten noch darauf, verbaut zu werden.
Die Zimmer bieten der Schule mehr Kapazität für die erwarteten Schulkinder.
Mit der Modulbauweise lässt sich das Gebäude innert kürzester Zeit erstellen.
Vom Baustellengerüst aus fällt der Blick auf das Schulhaus Mettlen.
Da im bestehenden Schulhaus bald nicht mehr genügend Platz vorhanden ist, wurde der Pavillon geplant.
Die Holzmodule wurden an zwei Tagen hintereinander angeliefert.
Auch viele kleine Zuschauer erfreuten sich am Aufbau.

Die Holzmodule für das Erdgeschoss sind bereits da, die Module für das Obergeschoss folgen.

Sandra Ardizzone

Langsam zirkeln die Lastwagen mit den Holzmodulen in die Mettlenstrasse. Der Bau der neuen Schulräume ist am frühen Dienstagmorgen bereits in vollem Gange. Aus insgesamt 20 Modulen wurde vom Montagmorgen bis am Dienstagabend der neue Schulpavillon Mettlen in Uitikon aufgerichtet. «Es werden angenehme Schulräume. Die Lehrpersonen freuen sich bereits darauf, hier zu unterrichten», sagt Tamara Lehrmann vom Ressort Infrastruktur und Tagesstrukturen der Schule Uitikon. Der Schulpflege, die für den Bau verantwortlich zeichnet, sei wichtig gewesen, dass es sich um einen hochwertigen Bau handle, der gut ins Quartier passe. «Es ist für die nächsten fünf bis zehn Jahre geplant worden», erklärt sie.

Schulpflege rechnet mit starkem Zuwachs

Der Neubau werde erstellt, da Uitikon stark wachse. «Das Leuen-Quartier, aber vor allem auch das verdichtete Bauen, spüren wir jetzt schon», erklärt Lehrmann. Auch die Geburtenzahlen liessen den Schluss zu, dass die Anzahl der Schulkinder weiter zunehmen werde. Da eine schnelle Lösung gefunden werden musste, entschied sich die Schulpflege für einen Bau aus Fichten- und Tannenholzmodulen. Dieser wurde von den RFP-Architekten gestaltet, die Holzmodule werden von der Baltensperger AG angeliefert und zusammengefügt.

«Da das bestehende Schulhaus mitten im Wohngebiet steht, ist das Erweitern schwierig. Zuerst hatten wir auch über die Option gesprochen, die Turnhalle aufzustocken», sagt Lehrmann. Allerdings wäre dies mit mehr Aufwand verbunden gewesen. Der Schulpavillon Mettlen wird nun auf einem Grundstück der Schulgemeinde realisiert. «Die Schulqualität in den neuen Räumlichkeiten wird gleichwertig wie im bestehenden Schulhaus Mettlen sein», sagt Lehrmann. Beim Material sei wichtig gewesen, dass es ins Umfeld passe.

Viele der Module stehen bereits, bei der Begehung erscheint der Pavillon schon weit fortgeschritten. «Die Räume können flexibel genutzt werden», erklärt Lehrmann. Je nach Bedarf könnten sie später auch umgewandelt werden. Im Moment sind zwei Räume für die Sonderpädagogik im Erdgeschoss, je ein Kindergarten im Ober- und Erdgeschoss und ein Klassenzimmer für die Primarschüler im Obergeschoss geplant. Für die nächsten fünf bis zehn Jahre sollte somit laut Lehrmann der Schulbedarf gedeckt sein. Eine weitere Entlastung der Schulen werde zudem mit dem Neubau der Sekundarschule Allmend bis 2024 folgen.

Umzug in den Frühlingsferien

Der Blick durch die Fenster des neuen Gebäudes fällt über Garagen auf das bestehende Primarschulhaus. «Die Garagen werden abgebrochen, es entsteht ein direkter Zugang vom Pavillon zum Schulhaus», sagt Lehrmann. Mit dem Bau des Fundaments des Pavillons wurde bereits im September begonnen, im März 2021 wird er voraussichtlich bezugsbereit sein. «Der Umzug wird in den Frühlingsferien stattfinden», erklärt Lehrmann. Bis dahin werden noch die Aussenfassaden, der Innenausbau sowie die Umgebung gestaltet. Um die Durchfahrt für den dadurch entstehenden Bauverkehr und die Sicherheit zu ermöglichen, wird die Mettlenstrasse noch bis am 11. Dezember gesperrt sein.