Dietikon

Nach Abnahme wieder 237 Arbeitslose mehr in Dietikon: Quote schiesst in die Höhe

Der ganze Kanton Zürich zählt derzeit mehr Arbeitslose. (Archivbild)

Der ganze Kanton Zürich zählt derzeit mehr Arbeitslose. (Archivbild)

Bezirk Dietikon: Nachdem die Arbeitslosenzahl im Bezirk Dietikon im Februar noch um 33 Personen abgenommen hatte, ist sie nun im März um 237 Personen angestiegen.

Statt 1589 Personen sind beim Regionalen Arbeitsvermittlungszentrum (RAV) neu 1826 Personen als arbeitslos gemeldet, wie das kantonale Amt für Wirtschaft und Arbeit gestern mitteilte. Somit betrug die Limmat­ta­ler Arbeitslosenquote im März 3,7 Prozent, nachdem sie im Februar noch bei 3,2 Prozent gelegen hatte.

Im Vergleich zur Bevölkerungszahl hat der Bezirk Dietikon nach wie vor den grössten Anteil Arbeitsloser im Kanton. Am zweithöchsten ist er im Bezirk Dielsdorf. Dort ist die Arbeitslosenquote im März um 0,6 Prozentpunkte angestiegen: von 2,7 auf 3,3 Prozent. Die drittgrösste Arbeitslosenquote weisen die Bezirke Zürich und Horgen mit je 3,1 Prozent aus. Die tiefste Quote hat nach wie vor der Bezirk Andelfingen: Dort ist sie im Monat März von 1,4 auf 1,6 Prozent angestiegen.

Relativieren lässt sich der starke Anstieg der Arbeitslosenzahlen im Bezirk Dietikon einzig, indem man die neuen Zahlen mit den Prozentzahlen vom März 2019 vergleicht. Damals sank die Arbeitslosenquote im Bezirk Dietikon von 4 auf 3,8 Prozent, lag also immer noch um 0,1 Prozentpunkte höher als jetzt. In absoluten Zahlen zeigt sich allerdings auch beim Vorjahresvergleich eine Zunahme der Arbeitslosen: Waren Ende März 2019 noch 1779 Personen im Bezirk Dietikon als arbeitslos gemeldet, sind es nun 1826.

Der ganze Kanton zählt derzeit mehr Arbeitslose. So stieg die kantonale Arbeitslosenquote von 2,3 auf 2,8 Prozent. Insgesamt sind mehrere tausend Personen neu betroffen. Besonders viele neue Arbeitslose gibt es in den Branchen, die zurzeit wegen der Massnahmen des Bundes im Zuge der Coronakrise gar nicht oder nur eingeschränkt aktiv sein können, zum Beispiel im Gastgewerbe und der Unterhaltungsbranche.

Ein Mittel zur Eindämmung des Anstiegs der Arbeitslosenzahlen ist die Kurzarbeit. Wie das Amt für Wirtschaft und Arbeit mitteilt, hat die kantonale Amtsstelle Arbeitslosenversicherung bisher 26'221 Voranmeldungen für Kurzarbeit bewilligt. Total seien 324'117 Arbeitnehmende betroffen. Für die Gesuchsbearbeitung und die Auszahlung von Kurzarbeit wurden bis jetzt über 150 zusätzliche Personen eingesetzt. «Ein weiterer Personalaufbau ist geplant», teilt das Amt für Wirtschaft und Arbeit mit. 

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