Der Markt ist eine Plattform für Dietiker Vereine, regionale Produzenten und das Handwerk und man kann viel Neues entdecken. Vor allem ist es aber auch ein Treffpunkt für ganz Dietikon. «Hier verkauft man nicht nur Waren, sondern auch Freude», sagt Billeter.

Nächstes Jahr übernimmt die Standortförderung der Stadt den Frühlingsmarkt. Der Dietiker Standortförderer Adrian Ebenberger sagt, es sei noch zu früh, um Konkretes zum Frühlingsmarkt 2020 zu sagen. Fest stehe: «Wir wollen das Bewährte des bisherigen Marktes übernehmen und neue Impulse setzen.» Die lokalen Vereine sollen weiterhin eine wichtige Rolle spielen, so Ebenberger.

Bevor es den Frühlingsmarkt gab, wurden kleinere Muttertagsanlässe organisiert. In den Anfangszeiten stellten dann etwa 30 Standbetreiber aus. Heuer waren es 70. Nicht fehlen durfte auch das Muttertagskonzert der Stadtjugendmusik Dietikon in der Markthalle. Die Musiker mit Dirigent Marco Nussbaumer begeisterte das Publikum unter anderem mit Hits wie «Surfin’ USA» und «Alperose». Im Anschluss zum Sechseläuten-Marsch kam dann fernöstliche Mystik auf die Bühne: Schwertkämpfer der koreanischen Schwertkunst Haidong Gumdo zeigten ihr Können. Es sei wunderbar, auch als Randsportart Teil des Marktes sein zu können, sagte Schulleiter Ralf Sommerfeld. Trotz kühlen Temperaturen wurde es zeitweise karibisch, nämlich dann, als die Steelband Dietikon unter der Leitung von Roger Küng auftrat.

Abseits der Bühne präsentierten sich einheimische Wildblumen der Staudengärtnerei Patricia Willi am gemeinsamen Stand des Natur- und Vogelschutzvereines und der Grünen Partei. Etwa 200 einheimische Arten konnte man erstehen. Stadtrat Lucas Neff gab vor Ort Pflegetipps und machte auch auf die dieses Wochenende eröffnete Gartenausstellung (G)artenvielfalt auf der Allmend aufmerksam. Das gemeine Zittergras fasziniert Neff besonders: «Es blüht im Juni. Der rosarot-weisse Blütenstand ist sehr fein. Schon bei wenig Wind hat man den Eindruck, das Gras funkle und glänze wie Wasser bei Sonnenlicht.»

«Es ist Heimat»

Unter anderem war auch Stadtrat Reto Siegrist (CVP) zu Besuch. «Es ist Heimat, so viele Menschen zu treffen, die man kennt und mit denen man sich austauschen kann», schwärmte Siegrist. Derselben Meinung war Seniorenratspräsident Jean-Pierre Balbiani: Er habe das Gefühl, ganz Dietikon sei am Markt, sagte er.

Silvia Schaaf stellte das neue Highlight unter ihren Tomatensetzlingen vor: Die Züchtung «Brad’s Atomic Grapes» sind würzige Tomaten, deren Farben zwischen Violett, Rot und Gelb wechseln. Die Dietiker Darkwolf-Brauerei zeigte ihr neustes Produkt: ein Bier mit 20 Prozent Apfelmost von der Familie Bräm. Ebenfalls aus Bräms Äpfeln hergestellt ist der Dietiker Cider, der auch einen Stand hatte. Präsentiert wurde unter anderem der neue Ingwer-Cider.

Kantischüler aus Zug präsentierten bedruckte Stofftaschen, die sie im Rahmen eines Jungunternehmenprojekts herstellen liessen. Mit dem Kauf unterstütze man auch die Zuwebe, eine Werkstätte für Personen mit einer Beeinträchtigung. Und der Stand vom Schweizerischen Blinden- und Sehbehindertenverband bot Produkte aus Werkstätten an: Filzherze als Schlüsselanhänger, Kerzen in Rosenform, Porzellanblumen und Insektenhäuser.

Nicht nur schöne Blumensträusse erinnerten am Frühlingsmarkt an den Muttertag. Beim Stand von «Spiel und Hobby» bastelte zum Beispiel die 9-jährige Sarah Hanafi ein Herz für ihre Mama. Und Yves Burkard, Waldhorn-Spieler der Stadtjugendmusik, kaufte verschiedene Käsesorten ein: Eine Erfolgszutat für den Muttertagsbrunch!