Eishockey

Geschafft – der EHC Urdorf bleibt in der 2. Liga

Urdorfs Florian Wassmer ist ein Pfeiler des Siegs.

Urdorfs Florian Wassmer ist ein Pfeiler des Siegs.

Die Limmattaler gewinnen auch die vierte Partie der Abstiegsrunde. Im Verzascatal setzen sich die Urdorfer mit 2:1 durch. Thomas Wigger und Yvan Yanez treffen für sie in Überzahl. St. Gallen steht als erster Absteiger fest.

Urdorf lässt nichts anbrennen und setzt sich auf dem kürzesten Weg durch: Klassenverbleib nach vier Matches in der Relegationsrunde.

Und dies trotz eines Notaufgebots: Assistenztrainer Adrian Casutt stieg in die Hosen, dazu gab Marco Novkovic, der mit dieser Saison schon abgeschlossen hatte, noch eine Vorstellung. Ihn hatte man tags zuvor am ZSC-Match telefonisch erreicht und um seinen Einsatz gebeten.

Die Gäste gingen durch Thomas Wigger in der 9. Minute mit 1:0 in Führung. Das Urgestein war im Powerplay erfolgreich, der neuen Stärke des EHCU.

Yanez hat es nicht verlernt

Nach dem Ausgleichstreffer in der 15. Minute mussten die Zuschauer in Sonogno lange auf den nächsten Treffer warten. Diesen erzielte Yvan Yanez für die Urdorfer - ausgerechnet.

Der zum Verteidiger umfunktionierte frühere 4.-Liga-Topskorer hatte in den Matches zahlreiche Möglichkeiten ausgelassen. Zum besten Zeitpunkt war er doch noch erfolgreich, auch er in Überzahl. «Wie im Film», bezeichnete Trainer Dani Hüni die Szene, die zum Siegtreffer führte.

Hüni wirkte wenige Minuten nach dem Spiel nicht gelöst. «Ich kann noch nicht recht glauben, dass es jetzt geschafft ist», bestätigte er den Eindruck.

Wassmers Glanzleistung

Im Mitteldrittel mussten er und die Urdorfer um die Vorentscheidung bangen. Verzascatal machte mächtig Druck, doch Florian Wassmer - der einzige Urdorfer Gewinner der Saison - parierte alles, was auf sein Tor kam.

«Flo hielt mirakulös», lobte Hüni. Ein Sonderlob vom Trainer erhielt auch Verteidiger Dominik Erb für seinen bedingungslosen Körpereinsatz, unter anderen gegen den Tessiner Star Pablo De Gottardi.

Ohne Druck am Wochenende

Die Partien am Freitag zu Hause gegen Rapperswil-Jona (20.15 Uhr) und am Samstag in St. Gallen (20 Uhr) haben damit auf den Saisonausgang der Urdorfer keinen Einfluss mehr.

Allerdings sind sie wohl daran interessiert, die Rapperswiler nicht vorzeitig jubeln zu lassen. Das letzte Heimspiel der Saison ist eine Neuauflage des ersten Abstiegsrundenmatches. Dieses wird wegen eines gutgeheissenen Protests wiederholt.

Das zweite Match hat jeglich Bedeutung verloren, weil St. Gallen den Rapperswilern unterlag (3:5) und damit als erster Absteiger feststeht.

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