Dietikon

Gemeinderat: SVP verliert einen Sitz, SP und EVP erobern je einen

Die ganz grossen Gewinner bleiben bei den diesjährigen Wahlen des Dietiker Stadtparlaments aus, ebenso die ganz grossen Verlierer.

Die ganz grossen Gewinner bleiben bei den diesjährigen Wahlen des Dietiker Stadtparlaments aus, ebenso die ganz grossen Verlierer.

Im Dietiker Parlament ist es zu leichten Verschiebungen gekommen. Mit Peter Metzinger ist zudem neu das Limmatfeld im Gemeinderat vertreten.

Die ganz grossen Gewinner bleiben bei den diesjährigen Wahlen des Dietiker Stadtparlaments aus, ebenso die ganz grossen Verlierer. Bei den Veränderungen handelt es sich jeweils nur um je einen Sitz.

So verliert die SVP als einzige Partei einen Sitz. Parteipräsident Rochus Burtscher nimmt die Niederlage auf Anfrage sportlich: «Ich bin zwar enttäuscht vom Resultat, aber der Verlust geschieht auf hohem Niveau. Ein solches ist auch schwieriger zu halten.» Schliesslich hat die SVP mit neu 11 Sitzen immer noch die grösste Fraktion. SP und EVP können je einen Sitz dazugewinnen. Neu hält die SP 8 und damit weiterhin am zweitmeisten Sitze im Rat. Die EVP verfügt neu über 3 Sitze. Alle anderen Parteien — CVP (5), FDP (4), Grüne (3), AL (1) und GLP (1) — können ihre Sitze halten.

Kurzzeitig einen Parteilosen

Die Rechnung etwas durcheinander bringt Martin Romer. Der vormalige FDPler hatte seine Partei kurz vor den Wahlen verlassen — denn nicht er, sondern sein Parteikollege Philipp Müller wurde von der FDP für den Stadtrat nominiert. Kurzzeitig figurierte Romer deshalb als Parteiloser. Seinen Sitzplatz im Rat musste er aber nicht aus dem FDP-Flügel zügeln, denn als amtierender Gemeinderatspräsident sass er sowieso oben auf der Bühne. Nach den Wahlen scheidet er nun aus. Somit verfügt das Parlament neu über keinen Parteilosen mehr.

Metzinger zieht in den Rat ein

Fürs Limmatfeld in den Rat zieht Peter Metzinger (FDP), um auch den neuen Stadtteil von Dietikon zu vertreten. «Peter macht's!» prangte auf seinen Plakaten — ganz nach dem diesjährigen FDP-Wahl-Motto. An vielen Stellen in der Stadt war sein Konterfei anzutreffen. Mit 957 Stimmen erreichte Metzinger schliesslich das drittbeste Resultat der Partei. Das beste FDP-Resultat holte sich Olivier Barthe mit 1028 Stimmen.

Insgesamt ist aber SVP-Mann Stephan Wittwer der Überflieger. Mit 2364 Stimmen erzielte er das beste Wahlresultat, dicht gefolgt von Parteikollege Jörg Dätwyler (2359). Am wenigsten Stimmen von den gewählten Parlamentariern erreichte der Grüne Andreas Wolf (449). Am zweitwenigsten Stimmen von den gewählten Parlamentariern holte sich Ernst Joss von der AL.

Seiner Wahl konnte also der Skandal um Alexander Moshe, der vergangene Woche für Schlagzeilen gesorgt hatte, nichts anhaben. Moshe liess sich als Gemeinderatskandidat aufstellen, obwohl er vorbestraft ist, wie der «Sonntagsblick» berichtete. Zudem hatte Moshe die Dietiker Sozialabteilung mit zahlreichen E-Mails und Anrufen teils bösartig angegangen, wie die Limmattaler Zeitung publik machte. Joss musste sich nach Aufdeckung dieser Affäre Vorwürfe gefallen lassen, dass er Moshe früher aus dem Verkehr hätte ziehen müssen — allerdings hatte Joss von den Ausrutschern seines Parteikollegen nichts gewusst. Als er aber davon erfuhr, wartete er nicht lange zu und vereinbarte mit Moshe unverzüglich, dass dieser eine allfällige Wahl ablehnen müsste. Dazu ist es gestern nicht gekommen. Moshe erzielte 133 Stimmen. Hinter Joss den ersten Ersatzplatz auf der AL-Liste geholt hat sich Jrene Ribbe mit 156 Stimmen.

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