Dietikon

Drei Brücken über die Reppisch tragen nun erstmals Schilder

Frisch getauft: Die Brücke bei der Reppisch auf Höhe der Kirchstrasse heisst nun offiziell Vorstadtbrücke.

Frisch getauft: Die Brücke bei der Reppisch auf Höhe der Kirchstrasse heisst nun offiziell Vorstadtbrücke.

Die Stadt hat die bewährten Namen dreier Reppisch-Brücken für alle sichtbar gemacht. Die Namen haben eine lange Geschichte.

Inselibrücke, Vorstadtbrücke und Aubrüggli: So heissen die drei Reppisch-Brücken schon lange. Doch erst jetzt sind diese Namen dank den neuen Brückenschildern auch für all jene sichtbar, denen diese Bezeichnungen bislang nicht bekannt waren. Und derer dürfte es angesichts des Dietiker Wachstums einige geben, zumal die Namen auch auf dem offiziellen Dietiker Stadtplan und den Karten des Bundesamts für Topografie nicht verzeichnet sind.

Bei der Vorstadtbrücke – sie befindet sich auf Höhe der Kirchstrasse – haben die Mitarbeiter der Infrastrukturabteilung der Stadt Dietikon das Namensschild Mitte Januar angebracht. Zusammen mit dem Aubrüggli – zwischen Vorstadt- und Austrasse gelegen – und der Inselibrücke sind sie die einzigen Brücken, die nun beschildert wurden.

Die lange Geschichte der Namen

Die Namen dieser Brücken über die Reppisch haben eine lange Geschichte. Bei der Inselibrücke auf Höhe des Zelgliwegs hatte die Reppisch früher noch zwei Arme, zwischen denen eine Insel lag. Das ist auch auf einer Karte der Gemeinde Dietikon aus dem 17. Jahrhundert so verbrieft. Später bezeichnete der Namen «Inseli» ein Haus an der Oberen Reppischstrasse 50. Denn bei den früheren Hochwassern war das Haus jeweils ganz von Wasser umschlossen. Deshalb nannte man es Inseli.

Die Namen der Strassen und Wege offiziell festzulegen, liegt in der Kompetenz des Stadtrats. Dieser entscheidet aber jeweils nicht alleine, sondern zieht das grosse lokalhistorische Wissen der Kommission für Heimatkunde bei. Sie berät den Stadtrat und schlägt ihm auch Namen vor. Gerade durch das rege Wachstum der Stadt sind zuletzt viele neue Strassen und Wege entstanden.

Inspiration durch Geografie, Persönlichkeiten oder Industrie

Die Namensvergabe ist nicht streng geregelt, wie die Kommunikationsbeauftragte der Stadt, Esther Pioppini, erklärt. Wichtig sei dem Stadtrat aber, dass es keine Verwechslung mit Strassen in anderen Gemeinden gibt. Meistens haben die Namen zudem einen geografischen Bezug.

Vor allem bei Strassennamen stehen neben Flurnamen aber auch Persönlichkeiten Pate. Das zeigen etwa die nach dem Dietiker Landwirt, Fuhrhalter, Wirt und Baumeister Josef Wiederkehr benannte Josefstrasse zwischen der Mühlehalde- und der Bremgartnerstrasse. Oder auch verschiedene Strassen im Limmatfeld wie etwa die nach der Gründerin des Dietiker Frauenvereins benannte Mina-Hess-Strasse. Auch ehemalige Industriebetriebe inspirieren die Stadt. Davon zeugen der Rapidplatz oder der Marmoriweiher.

Derzeit grübeln Stadtrat und Heimatkundekommission an den Namen für all die neuen Strassen und Wege, die der geplante neue Stadtteil Niderfeld mit sich bringen wird. Man darf gespannt sein.

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