Rückblick

Diese Momente bleiben in Erinnerung: Die Lieblings-Fotos unserer Redaktoren aus dem Jahr 2018

Die Redaktoren haben ihre liebsten Fotos aus dem Jahr 2018 ausgesucht.

Die Redaktoren haben ihre liebsten Fotos aus dem Jahr 2018 ausgesucht.

Das vergangene Jahr war ein ereignisreiches für das Limmattal. Die Redaktion hat aus vielen eindrücklichen Fotos, die denkwürdige Momente dokumentieren, ihre liebsten ausgesucht. Ein visueller Rückblick.

  

Fischer am, geschweige denn im, Oberwasserkanal des Kraftwerks der Elektrizitätswerke des Kantons Zürich in Dietikon zu sehen, ist ein äusserst seltenes Bild. Am 16. Mai kamen Spaziergänger in den Genuss dieses besonderen Anblicks.
25 Berufs- und Hobbyfischer befanden sich an diesem Tag im Wasser. Ihr Auftrag: die Fische im Kanal möglichst unversehrt abfischen und im Unterwasserkanal aussetzen. Denn im Rahmen des Kraftwerkneubaus werden Fischpässe erstellt. Damit diese Arbeiten durchgeführt werden können, muss der Oberwasserkanal grösstenteils trockengelegt sein. Die diesjährige Aktion dürfte allen Beteiligten noch lange in Erinnerung bleiben. Denn: «Für jeden Fischer, der heute dabei ist, ist das etwas Besonderes. Das macht man nur einmal im Leben», sagte Alfred Senteler, Fischereiaufseher für das Glatt- und das Limmattal. Das letzte Mal fand 1974 ein solches Abfischen beim Dietiker Kraftwerk statt.

Die Morgenstimmung könnte nicht schöner sein, wenn Daniel Müller Anfang Oktober um kurz nach 7.30 Uhr mit dem Traktor Richtung Zürich losfährt. Der Weininger Bauer verkauft jeden Dienstagmorgen seine Erzeugnisse in der Stadt – und dies nicht auf einem Markt, sondern in den Quartierstrassen von Höngg und Wipkingen. Wenn der 41-Jährige jeweils an den insgesamt 20 Standorten Halt macht, läutet er mit einer Kuhglocke und sogleich erscheinen Anwohner mit Körben und Jutesäcken und decken sich vor ihrer Haustüre mit frischem Gemüse, Obst und sonstigen Produkten des Weininger Bauern ein. Müller trifft damit den Nerv der Zeit und führt gleichzeitig eine Familientradition weiter. Sein Grossvater Jakob begann vor 70 Jahren damit. Zuerst zu Fuss, dann zu Pferd und später mit dem Traktor. Der Weg, um Tradition und Moderne zu verbinden, ist manchmal gar nicht so weit. In diesem Fall dauert
die Fahrt von Weiningen nach Höngg 15 Minuten.

Ende September wurden Hunderte Wehrmänner und -frauen aus den Bezirken Dietikon und Horgen in Birmensdorf aus der Armee entlassen. Es war ein besonderer Tag in der Kaserne Reppischtal, den wir auch fotografisch festgehalten haben – just in jenem Moment, als einer der Männer aus der Reihe tanzte, um seine Schuhe zu binden. Der eine oder andere dürfte sich gefreut haben, die Armee nun zu verlassen. «Ihr findet die Entlassung gut. Ich kann es nachvollziehen. Mir ging es ähnlich», sagte denn auch Regierungsrat Ernst Stocker in seiner Rede. Ein feierlicher Anlass, den die Männer und Frauen nie vergessen werden. 

  

Das Dietiker Stadtfest ist nun schon vier Monate her. Weil es aber die schönsten drei Tage (und Nächte) des Jahres waren, sind die Erinnerungen daran bis heute noch ziemlich frisch geblieben. Ganz nach dem Motto «Dietikon bewegt» kamen Zehntausende nach Dietikon und erlebten die festfreudige, engagierte und kreative Stadt mit ihrem aktiven Vereinsleben. Eines der Symbole der Stadtfest-Kreativität war das Velohaus, das zum Bora-Bora-Beach-Club wurde. Partyvolk statt Zweiräder, mehr Farbe, mehr Palmen, mehr Musik, mehr Begegnung: Der Beach-Club war einer jener Orte, wo die Stadtfest-Nächte bis zur letzten Sekunde ausgekostet wurden. Und wo unterschiedlichste Leute gemeinsam feierten. So wird eine Stadt belebt. Beim Gedanken daran könnte man wehmütig werden. Oder sich bereits auf das Schlierefäscht freuen, das vom 30. August bis zum 8. September 2019 stattfindet. 

  

Arbeit bei Ober- und Unterhitze: Im Sommer arbeiteten jeweils rund 45 Bauarbeiter pro Schicht auf der Schönenwerd-Kreuzung in Dietikon. Der Bauarbeiter im Bild besserte mit der Flamme seines Bunsenbrenners die Fugen im neuen Asphalt aus. Die Arbeiter schufteten zuweilen bei 30 Grad. Das führte dazu, dass das T-Shirt in diesem Fall schliesslich als Turban fungierte. Auch unter ihren Schuhen war es brütend heiss: Der Asphalt wurde jeweils mit einer Temperatur von 160 Grad auf die Kreuzung geleert. An Spitzentagen lieferten die Lastwagen bis zu 1300 Tonnen Belag auf die Baustelle. Der Verkehrsknotenpunkt wurde schliesslich Ende August nach achtwöchiger Bautätigkeit wiedereröffnet. Das Ergebnis der Bauarbeiter wurde auf der Redaktion der Limmattaler Zeitung mit den Worten «Die neue Strasse ist glatt wie ein Babypopo» gelobt.

Das durfte man sich nicht entgehen lassen. Was sich am 5. Februar im Zentrum Schlierens zutrug, darf man getrost ein Spektakel nennen. Rund 100 Tonnen schwer ist die Buche, die an diesem Tag um 150 Meter Richtung Westen verschoben wurde. Sie musste der Limmattalbahn und dem Flügeldach auf dem Stadtplatz weichen. Laut den Verantwortlichen handelte es sich dabei um die schweizweit grösste Baumverpflanzung der Geschichte. Mehrere hundert Schaulustige wollten sich dieses einmalige Ereignis nicht entgehen lassen. Sie mussten sich allerdings in Geduld üben. Denn der Transport des Baumes verzögerte sich gleich um mehrere Stunden. Die Stahlseile, die den Container mit dem Wurzelballen trugen, mussten sehr vorsichtig angebracht werden, um die Baumkrone nicht zu beschädigen. Und so hiess es auch für die bis zu 40 Medienvertreter: Warten, bis das Ereignis im Kasten ist. 

  

Ein Mann und sein Auto – generell eine (Liebes-)Geschichte für sich. In diesem Fall handelt es sich um den Dietiker Raymond Chevalley und seinen Rolls-Royce Silver Wraith. In unserer Sommerserie «Mobilität im Limmattal» widmeten wir dem Oldtimer-Liebhaber einen Artikel. Chevalley besitzt insgesamt drei Oldtimer, aber es war der «silberne Geist», der am Tag der Reportage alle verzauberte. Die Spritztour durch Dietikon bleibt unvergessen.

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