Pandemie

Die Welle kommt später als geplant – weshalb der Surfpark in Regensdorf erst 2024 öffnet

Der insgesamt 1500 Quadratmeter grosse separate See beinhaltet einen Schwimmbereich à 750 Quadratmeter.

Der insgesamt 1500 Quadratmeter grosse separate See beinhaltet einen Schwimmbereich à 750 Quadratmeter.

Der Freizeit- und Surfpark in Regensdorf hätte eigentlich in diesen Sommer grosse Eröffnung feiern sollen.

Die Eröffnung des Freizeit- und Surfpark Regensdorf verzögert sich. Ursprünglich sprachen die Initianten von einer Eröffnung im Sommer 2020. Jetzt rechnet das Waveup-Team mit Frühling 2024. Grund dafür ist das Moratorium des Bundes, das Einzonungen im Kanton Zürich bis Ende Jahr verbietet.

Unglücklich sind die Initianten deswegen aber nicht: Denn so erhielten sie mehr Zeit für Abklärungen und eine vertiefte Planung. So ist aus der Idee eines Wellensees mittlerweile ein ausgereiftes Projekt nicht nur für den Surfsport, sondern für die ganze Bevölkerung entstanden.

Pascal Brotzer, Gründer und Präsident des Vereins Waveup sowie Verwaltungsratsmitglied der Waveup Creations AG, sieht die Realisierung schon fast als sicher an. Der Gestaltungsplan liege jetzt beim Kanton und bei der Gemeinde Regensdorf zur Genehmigung vor. Als letzte Hürde gelte es dann noch, die Gemeindeversammlung Regensdorf vom Projekt zu überzeugen. Diese wird voraussichtlich im März 2021 über den Gestaltungsplan befinden – und damit definitiv über den Surfpark auf ihrem Gemeindegebiet entscheiden. Die Baugenehmigung sei nach all diesen Hürden fast nur noch Formsache, zeigt sich Brotzer überzeugt.

Mit der Verzögerung sind neue Erkenntnisse ins Projekt eingeflossen. So war etwa die Wasserversorgung ein Thema vor zwei Jahren. Abklärungen haben damals ergeben, dass der Surfsee weder mit Grundwasser noch mit Wasser aus dem Furtbach gefüllt werden darf. Jetzt ist klar: Das Wasser muss Trinkqualität haben, es untersteht dem Lebensmittelgesetz. «Wir werden also normales Trinkwasser einkaufen», sagt Brotzer. Nun drehe sich die Diskussion darum, wie das Wasser aufzubereiten sei. «Da sind wir mit dem Kanton im Gespräch.» Bis das Grossprojekt realisiert ist, sind viele Diskussionen nötig – doch der Löwenanteil bei den Vorbereitungen sei gemacht.

Drei Wellen mit einer Höhe von bis zu 1,8 Metern

Nebst der Lagune zum Surfen ist ein Natursee zum Schwimmen mit 50 Meter Länge geplant. Im Parkbereich am Siedlungsrand soll ein Wellness-Groove vorherrschen, während die Action weiter weg von den Wohnhäusern stattfindet. Der Surfsee selber ist in drei Bereiche unterteilt: einer mit 1,8 Meter hohen Wellen für Fortgeschrittene, einer mit 1,2 Meter Wellen und einer mit Wellen für Anfänger.

Brotzer rechnet mit 30'000 Kubikmeter Aushub. Die Erde wird für die Modellierung des Areals verwendet – die Hügel erreichen bis zu zehn Meter Höhe und dienen auch als Lärmschutzwall. 150 Bäume sollen den Park begrünen.

Das Regensdorfer Stimmvolk hatte bereits einmal Zustimmung signalisiert. Im März 2017 hiessen sie eine Umzonung des Areals an einer von 1084 Bürgern besuchten Gemeindeversammlung deutlich gut.

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