Uitikon

Die Traglufthalle steht bereit: Beim Tennisclub Uitikon fliegen auch im Winter die Bälle

Am Donnerstag wurde die Traglufthalle des Tennisclubs Uitikon aufgestellt. So kann auch im Winter auf dem eigenen Platz gespielt werden. Doch auch wer kein Mitglied des Vereins ist, darf die Halle benutzen.

Lange konnte in Uitikon nur von Frühling bis Herbst Tennis gespielt werden. Die Anschaffung einer Traglufthalle ermöglicht es den Mitgliedern des Tennisclubs Uitikon (TCU), auch im Winter auf dem heimischen Sand im Sürenloh zu spielen. «Wir sind sehr stolz auf unser Projekt», sagt TCU-Präsident Martin Tschudi.

Am Donnerstag wurde der Ballon, wie die Halle liebevoll genannt wird, unter der Leitung eines TCU-Mitglieds aufgestellt. Es ist die zweite Saison, in welcher der Uitiker Tennisclub in der Traglufthalle trainieren kann. Im letzten Winter habe sie sich bewährt. «Früher haben sich die Vereinsspieler jeweils auf andere Hallen in der Umgebung verteilt, oder es wurde im Winter gar kein Tennis gespielt. Jetzt läuft es auch hier auf dem Platz weiter», sagt Tschudi.

Verein zahlte rund 250 000 Franken

«Eine fixe Halle wäre wünschenswert, aber nicht finanzierbar», sagt Tschudi. Es würden Kosten in Millionenhöhe anfallen, die der Verein nicht selber aufbringen könnte. Zudem stellten sich auch betriebliche Fragen. Vor wenigen Jahren scheiterte der Versuch des damaligen Vereinvorstands, sich von der Gemeinde eine fixe Tennishalle realisieren zu lassen.

Die aufblasbare Halle hat der Verein selbst finanziert. «Eine neue Traglufthalle inklusive aller baulichen Anpassungen kostet etwa 500 000 Franken. Wir hatten Glück und fanden eine Occasionshalle aus dem Tessin», sagt der Vereinspräsident. So kosteten die Halle, ein neues Heizgebläse und ein Häuschen, in dem die Halle im Sommer untergebracht wird, nur etwa die Hälfte.

«Es war uns sehr wichtig, dass unsere Junioren im Winter in Uitikon trainieren können», sagt der Vereinspräsident. 160 Junioren und über 200 Aktivmitglieder zählt der Verein zurzeit. Und er wachse weiter – nicht zuletzt deshalb, weil auch investiert werde. «Wir sind stets bemüht, unseren Verein attraktiver zu machen.» So wurden etwa neue Beleuchtungsmasten für zwei weitere Tennisplätze installiert. Somit sind alle sechs Plätze beleuchtet. Und auch das Restaurant der Anlage, das Herzstück des Vereins, wurde neu eingerichtet. Und da nun auch im Winter Tennis gespielt wird, bleibt das Restaurant in den Wintermonaten geöffnet.

Für die Aufrechterhaltung der Infrastruktur erhielt der TCU vor vier Jahren finanzielle Unterstützung der Gemeinde. Bei der Anschaffung der Traglufthalle wurde aber keine finanzielle Unterstützung gesucht.

Jeder darf in der Halle trainieren

«Ich finde die Halle grossartig», sagt Kurt Steuble. Seit 2009 ist er Aktivmitglied des TCU. Bevor die Traglufthalle angeschafft wurde, trainierte er jeweils in Aesch. «Meine Freunde aus dem Tennisclub habe ich zwischen Oktober und April jeweils kaum gesehen», sagt Steuble.

Auch Auswärtige dürfen die Halle benutzen. Bei der Reservation über GotCourts bezahlen sie jedoch mehr als Vereinsmitglieder. Die Buchungsplattform spannt seit Oktober als technologischer Partner mit Swiss Tennis zusammen. «GotCourts erspart uns einen grossen administrativen Aufwand», sagt Tschudi. Denn das Tool steuert auch das Licht und die Heiztemperatur der Halle. Hat niemand reserviert, bleibt die Halle dunkel und die Temperatur tief. So können Kosten gespart werden.

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Autor

Manuel Reisinger

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