Dietikon
Die Stadtjugendmusiker überzeugten auch ohne Instrumente

Die Stadtjugendmusik hat ihr Jahreskonzert unter das Motto «Africa» gestellt. Neben einem Tambourensturm und einer afrikanischen Symphonie überzeugten die Musikanten auch als stattlichen Jugendchor.

Christian Murer
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Stadtjugendmusik Dietikon
8 Bilder
Cedric Rieser und Nadine Remondini spielen im Zwischenkorps die Posaune
Stefan Zihlmann am Altsaxophon.
Die Mitglieder der Dietiker Stadtjugenmusik können auch ausgezeichnet singen
Janis Bürgler und Kilian Vontobel spielen im Zwischenkorps die Trompete
Stadtrat Rolf Schaeren und Stadtpräsident Otto Müller verfolgen das Musikspektakel
Mit einer Standing Ovation bedanken sich die Zuhörer für das Konzert
Auf leisen Pfoten kommt der Leopard am Eingang zum Pfarreizentrum St. Agatha daher

Stadtjugendmusik Dietikon

Christian Murer

Bereits bei der Pforte zum Pfarreizentrum St. Agatha machte die Dekoration sichtbar, welcher Kontinent am diesjährigen Jahreskonzert der Stadtjugendmusik Dietikon (SJMD) eine wichtige Rolle spielen wird. Denn am Eingang schlich ein Tiger auf leisen Pfoten daher. Und im Foyer grüsste unter anderem eine Afrikanerin vor fünf Säcken rohem Kaffee. «Africa» hiess denn auch das verheissungsvolle Motto.

Mit einem ausgebuchten Direktflug am Samstagabend und am Sonntagnachmittag flogen Crew und Passagiere zu einer erlebnisreichen Safari in den afrikanischen Dschungel. Die «Flugkapitäne» Roger Küng, Rico Felber und Marco Nussbaumer überraschten bei diesem feuchtwarmen Abenteuer mit einem tollen Reiseprogramm. Beim Zwischenkorps fegte zum Beispiel ein musikalischer Sandsturm über die Bühne. Mit den Tambouren konnten die Zuhörer einen lautstarken Tsunami erleben. Oder die trommelnden Mädchen und Burschen führten einen unbändigen «Jungle Dance» auf, den der Tambourenleiter Roger Küng speziell für diesen Anlass komponiert hatte.

Auch das Publikum stimmt ein

Dann begab sich das 43-köpfige verstärkte Hauptkorps mit einer afrikanischen Symphonie auf die musikalische Pirsch: Bei den Film- und Musicalmelodien «Out of Africa» oder «The Lion King» hörte man buchstäblich die Elefanten trampeln. Und im grandiosen Gondwanaland spürten die Zuhörer den Regenwald oder entdeckten den Löwenkönig auf der Jagd.

Zum Schluss des Jahreskonzertes stieg «Pilot» Nussbaumer auf den Stuhl. Diesmal dirigierte der 39-jährige Allschwiler keine Blasmusikantinnen und -musikanten sondern einen stattlichen Jugendchor. Das Publikum stimmte ein in den Gesang und quittierte die zweimalige Einlage mit einer beherzten Standing Ovation.

SJMD-Dirigent Marco Nussbaumer sagte nach dem Konzert: «Ich habe es schon lange nicht mehr erlebt, dass der ganze Saal aufsteht, mitsingt und mitklatscht.» Die Begeisterung sei buchstäblich von der Bühne zum Publikum übersprungen. Dem Posaunisten Marco Wirth gefielen in erster Linie die Rock- und Beatstücke. «Doch die Filmmusik finde ich ebenso genial», sagte der bald 17-jährige Kantischüler.

Ursula Buchschacher war von diesem Jahreskonzert beeindruckt: «Herzlichen Glückwunsch allen Beteiligten der SJMD zu diesem glanzvollen Konzertabend.» Die motivierten Jugendlichen hätten für sie auf einem hohem Niveau gespielt. «Wunderbar, dass das Publikum diese grossartige Visitenkarte der Blasmusik erkannt und mit frenetischem Applaus wertgeschätzt hat», so die Musikkommissions-Präsidentin vom Zürcher Blasmusikverband.