Fussball

Der FCD spielt nächste Saison wieder in der 1. Liga

Spieler des FC Dietikon feiern mit ihrem Anhang den Aufstieg in die 1. Liga.

Spieler des FC Dietikon feiern mit ihrem Anhang den Aufstieg in die 1. Liga.

«Camipone, campione! Olé, olé, olé!», sangen die Dietiker Spieler auf dem Fussballplatz Brühl in Muri lautstark und hüpften dabei auf und ab. Wenige Augenblicke zuvor war ihre Partie gegen Muri zu Ende gegangen. Mit 1:0 hatten die Limmattaler gewonnen und damit den Aufstieg in die 1. Liga perfekt gemacht.

 Dank dem Sieg liegen sie eine Runde vor Schluss mit vier Punkten uneinholbar in Führung. «Wir sind total happy», sagte Trainer João Paiva.
Dass die Dietiker gegen die Murianer gewinnen würden, hatte sich in den ersten 20 Minuten der Partie allerdings nicht abgezeichnet. Muri begann vor eigenem Publikum äusserst druckvoll und kam schon nach anderthalb Minuten zu einer guten Abschlusschance, doch Valentin Gashi traf nach dem ersten Eckball der Partie den Ball nicht richtig.

Auch in der Folge hatten die Einheimischen mehr vom Spiel. Nach einer Viertelstunde sorgte Simone Parente für ein Raunen bei den über 200 Zuschauern, als er den Ball direkt abnahm, jedoch an den Reflexen von Dietikons Torwart Predrag Pribanovic scheiterte.

Nach 20 Minuten wurden dann auch die Gäste aus dem Limmattal gefährlich. Aleandro Norelli war in den Strafraum der Aargauer vorgedrungen, Muris Goalie Yanick Hofer konnte im letzten Moment einschreiten. Eine Minute später hielt Hofer einen Schuss von Milan Marjanovic, dann setzte Norelli den Ball per Lupfer knapp am Pfosten vorbei. Die Gäste hatten nun Fahrt aufgenommen, das Spiel war mittlerweile deutlich ausgeglichener.

Und dann bekamen die Limmattaler auch noch einen numerischen Vorteil. Norelli konnte alleine aufs Tor zustürmen, Hofer rannte aus seinem Kasten, um dem Dietiker Angreifer den Ball abzuluchsen. Die Aktion ging schief, statt des Balles traf Hofer Norellis Beine. Der Schiedsrichter zeigte dem Torhüter die rote Karte, die Murianer mussten fortan fast eine Stunde in Unterzahl absolvieren. Und dies nutzten die Dietiker in der Nachspielzeit der ersten Hälfte aus. Nach einem Angriff kam Norelli an den Ball, setzte sich gegen Muris Verteidiger durch und schloss seine Aktion mit einem Schuss vorbei an Muris Ersatztorwart Stefan Bauer ab – 1:0 für die Gäste. Kurz darauf pfiff der Unparteiische zur Halbzeitpause.

Muri fast mit Eigentor

Mit der Führung im Rücken spielten die Gäste aus dem Limmattal in der zweiten Halbzeit deutlich souveräner als noch im ersten Durchgang. Kurz nach Wiederanpfiff hatte Raphael Meyer die Chance auf das 2:0, doch sein Ball flog knapp am Tor vorbei. Meyer hatte auch nach etwas mehr als einer Stunde eine gute Möglichkeit, doch diesmal setzte er den Ball knapp über die Latte. Dann vergab Norelli das zweite Dietiker Tor, und auch Adin Sljivar schaffte es eine Viertelstunde vor Schluss nicht, mit seinem Kopfball für das erlösende 2:0 zu sorgen.
Von den Murianern kam in dieser Phase nur noch sehr wenig, sie waren den Limmattalern nun klar unterlegen. Zehn Minuten vor Schluss hatten sie gar noch Glück, dass der Ball, den Parente im eigenen Strafraum unglücklich abgelenkt hatte, nicht ins eigene Tor kullerte.
Und so konnten die Dietiker am Ende jubeln – über den Aufstieg, aber auch den ersten Sieg nach zuletzt drei Partien ohne Vollerfolg. «Die Mannschaft stand in den vergangenen Wochen unter Druck», sagte Paiva. «Man hat gemerkt, dass die Beine der Spieler schwer geworden sind.» Auch gegen Muri sei die Leistung nicht die beste gewesen, gab der Dietiker Trainer zu, aber: «Wir haben unseren Job gemacht. Und am Ende war unser Sieg komplett verdient.»

Zum Abschluss gegen Aegeri

Ebenso verdient ist der Aufstieg der Dietiker in die 1. Liga, den die Limmattaler eigentlich nicht schon für diese Saison geplant hatten. «Das war ein Projekt für die nächsten drei Jahre», sagte Paiva. «Umso schöner, dass es jetzt schon geklappt hat.» Nun hofft Paiva, dass ihm seine Spieler erhalten bleiben. «Die Mannschaft hat einen Supercharakter», sagte er.
Und diesen Supercharakter können sie am nächsten Samstag nochmals unter Beweis stellen. Dann empfangen sie auf der Dornau zum Abschluss den Tabellenachten Aegeri. «Wir hoffen, dass viele Zuschauer kommen», sagte Paiva. «Wir werden ein richtiges Fest haben.»

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