Dietikon

Blühende Stiefmütterchen und hohe Pappeln – Sie hegen und pflegen die Dietiker Stadtnatur

Der Frühling bringt für die Mitarbeitenden des Gartenbaus der Stadt Dietikon viel zu tun. Die Aufgaben der Gärtner sind vielseitig.

Wenn die Natur wieder erblüht, arbeiten auch die Gärtner der Stadt Dietikon auf Hoch­touren. Sie halten die un­zähligen Grünflächen in Stand, die in der ganzen Stadt verteilt sind. Unter anderem sind sie für Waldabschnitte, Grünflächen von Spielplätzen und Schulen sowie Rabatten nahe der ­Strassen zuständig. «Wir ­düngen, mähen und pflegen die Pflanzen.

Ausserdem ­fördern wir die Biodiversität. Damit keine Art überhandnimmt, müssen auch wild ­aussehende Flächen gepflegt werden», sagt Thomas Weber, Leiter des Gartenbaus der Stadt. Der Dietiker ist schon seit über 30 Jahren bei der Stadt ­angestellt und kennt die vielen kleinen Ecken, an denen die unterschiedlichsten Pflanzen wachsen.

Verschiedenen ­Jahreszeiten unterschiedliche Pflanzen 

Im Stadtzentrum befinden sich die farbenfrohen Blumenrabatten, in denen momentan Stiefmütterchen und Tulpen blühen. Die Blumen sind nicht nur schön anzusehen, sondern bieten auch Bienen und ­Hummeln Nahrung. Halb- jährlich werden die Rabatten mit neuen Blumen und anderem Farbkonzept ausgestattet. Am Stadtrand hingegen sind Rabatten ­anzutreffen, die weniger ­intensive Betreuung benötigen. Dort wachsen zu verschiedenen ­Jahreszeiten unterschiedliche Pflanzen, die Samen abgeben und so im nächsten Jahr von neuem erblühen.

«Wir müssen schauen, dass keine der Arten zu dominant wird und dass sich kein Unkraut ausbreitet», sagt Weber. Weil immer eine der Arten blüht, finden Insekten und Amphibien in diesen Rabatten gut Zuflucht.

Jährliches Schneiden und Stutzen

Die Natur kann jedoch nicht nur blühen, sondern muss in gewissen Fällen auch gezielt gestutzt werden. Vor allem Bäume und Sträucher, die nahe bei Strassen oder Gehwegen stehen, können nicht einfach sich selbst überlassen werden. Die Pappeln an der Oberen Reppischstrasse zum Beispiel ­müssen jedes Jahr ­geschnitten werden, weil sie sonst bis zu einer Stromleitung hinaufreichen würden. Die Gärtner achten dabei immer darauf, dass der Baum auch nach dem Schneiden in seiner natürlichen Form weiterwachsen kann. «So bleibt der Baum am ge­sündesten», sagt Weber.

In einem Waldabschnitt nahe des Fussballplatzes Dornau fällen drei der Gärtner seit rund zwei Wochen an Eschenwelke leidende Bäume. Ein Pilz hat viele der Eschen vom Stamm her befallen und sich im Bauminneren verbreitet.

Die kranken Bäume sterben so von den Wurzeln her ab und können bei Wind oder in einigen Fällen sogar spontan umfallen. Deshalb müssen viele der Bäume in ­diesem Waldabschnitt mit der Motorsäge gefällt werden. Ist der Stamm umgekippt, lassen sich die dunklen, vom Pilz be­fallenen Stellen auf dem Baumstrunk gut erkennen. Ein Teil des Totholzes wird als Unterschlupf für Tiere ­liegengelassen. Der Rest wird zerhäckselt oder zu Brenn- holz für die öffentlichen Feuerstellen verarbeitet.

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