Pandemie

Arbeitslosigkeit im Kanton Zürich im Mai nur leicht angestiegen – das grössere Problem ist Kurzarbeit

Die Arbeitslosigkeit im Kanton Zürich ist im Mai nur leicht angestiegen. (Archivbild)

Die Arbeitslosigkeit im Kanton Zürich ist im Mai nur leicht angestiegen. (Archivbild)

Trotz Auswirkungen des Coronavirus ist die Arbeitslosigkeit im Mai nur leicht angestiegen. Über ein Drittel der Zürcher Arbeitnehmenden ist davon betroffen.

Ende Mai waren 27‘356 Personen bei den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) als arbeitslos gemeldet, wie der Kanton Zürich am Dienstag mitteilte. Das entspricht einem Zuwachs von 757 Personen im Vergleich zum Vormonat. Die Arbeitslosenquote erhöhte sich leicht um 0,1 Prozentpunkte auf 3,2 Prozent.

Die Zunahme der Arbeitslosenzahlen verteilte sich im Mai auf praktisch alle Wirtschaftszweige und Berufsgruppen. Deutliche Anstiege verzeichneten die freiberuflichen, technischen und wissenschaftlichen Dienstleistungen (+122), der Grosshandel (+106), der Detailhandel (+91), der Verkehr und Transport (+90), das Gastgewerbe (+82) sowie das Gesundheits- und Sozialwesen (+69). Eine Ausnahme bildet das Baugewerbe (-113). Diese Entwicklung ist saisonal bedingt.

370'000 Arbeitnehmende von Kurzarbeit betroffen

Im Kanton Zürich sind rund 36 Prozent der Beschäftigten für Kurzarbeit angemeldet. Bis am 7. Juni wurden Voranmeldungen für Kurzarbeit infolge des Coronavirus von 32‘170 Betrieben bewilligt. In diesen Voranmeldungen wurden insgesamt 371‘114 Arbeitnehmende als voraussichtlich von Kurzarbeit betroffen gemeldet.

Für den Monat März haben per 7. Juni 67,1 Prozent der Betriebe Kurzarbeit abgerechnet, für den Monat April 68,0 Prozent. Dieser Anteil kann sich noch erhöhen, da es möglich ist, bis drei Monate nach Abschluss des Abrechnungsmonats die Abrechnungen einzureichen.

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