Der vom Steuerungsausschuss zur Attraktivitätssteigerung von Oberengstringen (AOE) verfasste und zuhanden des Gemeinderates eingereichte Bericht enthält insgesamt 24 beantragte Massnahmen und zahlreiche Vorschläge, mit denen die Attraktivität der Gemeinde entscheidend gesteigert werden soll, wie der AOE in einer Mitteilung schreibt.

Zusammenarbeit mit Unterengstringen

Zu den wichtigsten, vom Steuerausschuss geforderten Massnahmen gehören eine transparentere Darstellung der Gemeindefinanzen und die Erarbeitung von statistischem Material zur Bevölkerungsentwicklung als Hilfsmittel bei der Finanzplanung.

Im Bereich Verkehr regt der AOE eine Machbarkeitsstudie zur Neugestaltung der Zentrumskreuzung und ein Gutachten zur Einführung von Tempo30 auf allen Gemeindestrassen an.

In Bezug auf die Umwelt schlagen die Verfasser der Exekutive die Aufwertung des Limmatraums vor. Diese soll durch die Auflösung des Autobahnrastplatzes, einen verstärkten Lärmschutz und mit einer Verbesserung des Limmatweges erreicht werden.

Zudem sollen Massnahmen zur Belebung des Dorfplatzes vorgenommen und der Ausbau der Sportanlage an die Hand genommen werden.

Weiter fordert der AOE die Schaffung einer Anlaufstelle zum «Wohnen im Alter» sowie einer Bevölkerungsprognose. Überprüft werden soll zudem eine mögliche Zusammenarbeit mit Unterengstringen. Ebenfalls auf der Traktandenliste stehen Massnahmen zur Imageverbesserung der Gemeinde.

Basis dieser Anträge sind die Ergebnisse der acht Arbeitsgruppen, die sich an der Zukunftskonferenz im November vergangenen Jahres aus den rund 150Teilnehmern gebildet hatten.

Ihre Aufgabe war es, dem Gemeinderat Massnahmen vorzuschlagen, um die Gemeinde attraktiver zu gestalten. Am 5.Juni dieses Jahres stellten die Arbeitsgruppen ihre Ideen auf einer Ergebniskonferenz der Öffentlichkeit vor. Der Auftrag des AOE war es dann, die zur Diskussion gestellten Vorschläge in einen Schlussbericht zuhanden des Gemeinderates zu fassen.

Ausschuss will weiter bestehen

Entstanden ist die Idee zur Durchführung einer Zukunftskonferenz im Zuge der Diskussion um das Budget 2009 und die dabei geplante Steuerfusserhöhung von fünf Prozent. Damals entbrannte in Oberengstringen eine Grundsatzdebatte über die Attraktivität der Gemeinde.

Nach Ablehnung des Voranschlages sah sich der Gemeinderat dazu veranlasst eine Kommission Attraktivitätssteigerung ins Leben zu rufen. Sie organisierte zusammen mit der Exekutive die Zukunftskonferenz.

Mit der Übergabe des Schlussberichtes ist nun wieder die Exekutive gefordert. Sie wird in den kommenden Wochen und Monaten die Anträge und Vorschläge der AOE prüfen und gegebenenfalls umsetzen.

Der AOE beantragt seinen eigenen Fortbestand für weitere zwei Jahre mit dem Ziel, die Umsetzung der beantragten Massnahmen im Sinne der Bürgerinnen und Bürger zu begleiten und allenfalls anzumahnen, wie es weiter heisst.