2. Liga

0:4 im nächsten Zitterspiel – Urdorf macht auch Bellinzona glücklich

Die Tessiner bejubeln das 2:0 vor den konsternierten Urdorfern.

Die Tessiner bejubeln das 2:0 vor den konsternierten Urdorfern.

Die Limmattaler verlieren auch das dritte 2.-Liga-Match infolge gegen einen zuvor punktlosen Gegner und fallen damit unter den Playoffstrich. Beim 0:4 im Tessin sind sie harmlos. Immerhin werden sie früher als gedacht erlöst.

Es war eine 3.-Liga-Partie im 2.-Liga-Pelz, die sich Bellinzona und Urdorf lieferten. Befreiungsschläge und Strafen en masse, dazu Powerplays im Zeitlupentempo: Die beiden Teams liessen insgesamt nicht weniger als vier Situationen mit zwei Mann mehr auf dem Eis ungenutzt.

Die Südschweizer waren letztlich das etwas gefährlichere Team und verdienten sich den Sieg mit deutlich mehr Torschüssen, von denen der starke Florian Wassmer die meisten zunichte machte.

Beim 1:0 auf einen Nachschuss war er machtlos (10.), beim 2:0 schaffte es Togni, ihm den Puck zwischen den Schonern hindurch zu stochern. Jener zweite Treffer fiel zu einem besonders harten Zeitpunkt, 20 Sekunden vor dem Ende des Mittelabschnitts.

Die Treffer Nummer drei und vier fielen in Unterzahl, als sich die zunehmend frustrierten Urdorfer Feldspieler längst damit befassten, Rechnungen zu begleichen oder sich über die Schiedsrichterleistung auszulassen.

Spielende vorzeitig

Das Unparteiischenduo Mattli/Lebeda reagierte entnervt: Nach 51:21 Minuten beendete es die Partie vorzeitig mittels eines sich nicht auf das Resultat auswirkenden Abbruchs. Grund dafür war, dass nach einer Strafe gegen Wassmer minutenlang kein Urdorfer auf der Strafbank platznahm.

Gemäss Trainer Heldner wollten die Refs Verteidiger Haas auf die Strafbank beordern. Jener war aber zum Zeitpunkt des Aussprechens der Strafe gar nicht auf dem Eis. Weil Heldner kaum mehr einsatzfähige Verteidiger hatte, suchte er das Gespräch mit den Schiedsrichtern.

Doch die hatten genug und brachen ab. Gemäss Heldner werde dies keine ernsthaften Konsequenzen für den EHCU nach sich ziehen.

Keine Power

Der EHCU lehnte sich zwar gegen die nächste Niederlage auf. Doch die Qualität und Präzision liess zu wünschen übrig. Die Absenz der Power der B-Lizenz-Verstärkungen (waren mit ihren Stammteams im Einsatz) wirkte sich gnadenlos aus. 

Am Ende zählte man genau drei gute Abschlussmöglichkeiten der Gäste im gesamten Match. Doch sowohl Wiederkehr (19.) als auch Otypka (38.) trafen die Scheibe vor dem Tor nicht wunschgemäss und Vital scheiterte am Pfosten (49.). 

Wiederkehr vergibt eine der wenigen Urdorfer Torchanchen.

Wiederkehr vergibt eine der wenigen Urdorfer Torchanchen.

Urdorf-Trainer Heldner sagte, nach der Begegnung mit Bellinzona würde sein Team wissen, wo es steht. Das ist – nach der vergangenen Saison und der chaotischen Vorbereitung wenig überraschend – im direkten Abstiegskampf.

Details zum Spiel sowie die Tabelle finden Sie hier.

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