brass Band Feldmusik Knutwil
Best of Feldmusik Knutwil

Nicole Burtolf
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(chm)

Brass Band Feldmusik Knutwil

«Best of ...»

Lange mussten sie warten, die Musikantinnen und Musikanten der Brass Band Feldmusik Knutwil, um ihrer Passion für Brass Band Musik wieder nachzugehen – dies vor allem auch im Konzertbereich, welcher aus bekannten Gründen ausfiel oder aufs Minimum reduziert war. Das ersehnte Comeback erfolgte am letzten Samstag in der Mehrzweckhalle Mauensee. Unter dem Motto «Best of» wollte man musikalische und vereinsgeschichtliche Anekdoten nochmals aufgreifen und zum Besten geben.

Sowohl bei den Musikantinnen und Musikanten wie auch bei den Besucherinnen und Besuchern war die Freude sicht- und spürbar, dass man endlich wieder konzertieren konnte.

Uraufführung ANNO #1920

Mit dem Werk «ANNO #1920» eröffnete die Brass Band Feldmusik Knutwil unter der Direktion des jungen und dynamischen Dirigenten, Gian Walker, ihr Herbstkonzert.

Das Jahr 2020 war ein Jubiläumsjahr – 100 Jahre Feldmusik Knutwil! Alle geplanten und angedachten Feierlichkeiten konnten leider nicht durchgeführt werden. Die Auftragskomposition, welche man dem bekannten englischen Brass Band Komponisten und Dirigenten, Philip Harper, gegeben hatte, wurde aber trotzdem geschrieben und der Feldmusik übergeben. Nach einigen Proben – mit Unterbruch – freuten sich alle auf die Uraufführung vom vergangenen Samstag. «ANNO #1920» ist ein feierliches Eröffnungsstück mit vielen Brass Band Facetten, welche Freude und Begeisterung bei den Musizierenden wie auch bei den Zuhörenden auslöst. Der Feldmusik gelang eine tolle Uraufführung des Werkes.

Musikfeste & Co.

Highlights bei einer Brass Band wie der Feldmusik Knutwil sind selbstverständlich auch immer wieder Musikfeste und -tage, sowie die Teilnahme an eidgenössischen Musikfesten oder dem Brass Band Wettbewerb in Montreux. Auch fürs nächste Jahr ist eine solche Teilnahme geplant. Und zwar steht das Luzerner Kantonal-Musikfest in Emmen, welches bereits 2020 stattfinden hätte sollen, vor der Tür. Dem Aufgabestück «Of Sand And Stones» widmete die Feldmusik schon einige Übungs- und Probestunden. So kam das Publikum am letzten Samstag bereits in den Genuss des rhythmisch und melodiös anspruchsvollen Stückes. «Of Sand And Stones», aus der Feder von Olivier Marquis, ist eine Anlehnung an «Dune», ein amerikanischer Science-Fiction-Roman, welcher 1965 in den USA als erster Band erschien und verfilmt wurde.

Ruhige und besinnliche Töne …

… gehören genauso zur Brass Band Musik wie schnelle und laute Rhythmen und Melodien. Solch ruhige und besinnliche Melodien wurden auch am Herbstkonzert gezeigt. Mit «Sleep» präsentierte man ein Werk, welches ursprünglich von Eric Whitacre für Chor geschrieben wurde. Das Brass Band Arrangement von Sandy Smith bezaubert genauso schön und stark. Bestimmt hatte der eine oder die andere Hühnerhaut Momente. Gleiches oder Ähnliches konnte das Publikum auch beim wunderschönen Stück «Chiquilin De Bachin» erfahren.

«Vorwärts, Marsch! …»

Was bestimmt auch zu einer Blasmusik gehört, ist das Genre «Marsch». Davon gab es am letzten Samstag sogar zwei. Einerseits war da der sehr eingängige Marsch «Cantieni» vom Oberkircher Markus Trachsel. Andererseits spielten man «Valdresmarsj», auf welchen die Feldmusikantinnen und Feldmusikanten durch ihren norwegischen Freundschaftsverein aus Trondheim aufmerksam wurden. Beide Märsche lösten bei allen auf und neben der Bühne grosse Freude aus.

Solo und mehr …

Zu einem Konzertprogramm gehört auch oft ein Solowerk. Dieses Jahr solierte eine der jüngsten Feldmusikantinnen. Leonie Faden bezauberte mit dem schönen Werk «Dark Haired Marie» von Goff Richards.

Weiter darf auch die Unterhaltungsmusik nicht fehlen. Mit «Calling Cornwall», «Mack The Knife» und «Sing, Sing, Sing» zeigte man weitere spannende Facetten der Brass Band Musik.

Informativ und unterhaltsam

Nebst den musikalischen Highlights gab es auch vereinsgeschichtliche und informative Anekdoten. Durchs Programm führte im ersten Teil Manuel Zemp – im zweiten Teil Lena Faden, Adrian Albrecht und Jasmin Hummel. Einerseits erfuhr das Publikum viele Informationen zu den Stücken aber auch informative und lustige Geschichten aus der Vergangenheit. Die Feldmusikantinnen und Feldmusikanten wussten am Samstag nicht nur musikalisch zu unterhalten, sondern auch mit Worten.

Die neue Präsidentin, Dominique Zemp, bedankte sich bei allen, die auf irgendeine Art zum guten Gelingen des Konzertabends beigetragen haben.

Ein unterhaltsames Programm schritt somit dem Ende entgegen. Das Publikum verlangte aber noch eine Zugabe, welche mit «Don’t Stop Me Now» von Freddie Mercury, arrangiert von Philip Harper, auf wunderbare Art geboten wurde.

Das Comeback der Brass Band Feldmusik Knutwil ist gelungen und weckte Lust auf mehr.

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