Leserbeitrag
Wirtschaftswoche der Kantonsschule in Sörenberg

Stephan Kaisser
Merken
Drucken
Teilen
4 Bilder
Angekommen im Hotel
Bei der Arbeit
Teilnehmer/innen der Wirtschaftswoche

24 Gymnasiasten fahren nach Sörenberg

Unsere Woche startete am 12.Mai mit einer mehrstündigen Fahrt nach Sörenberg in das schöne Entlebuch. 24 Gymnasiasten verschiedener Klassen der Kantonsschule Solothurn durften an der Reise teilnehmen und wurden von Herr Rudolf Schweizer und Herr Stefan Moser begleitet. Bereits auf der Hinfahrt haben wir uns fleissig ausgetauscht und neue Bekanntschaften geschlossen. Die Vorfreude auf das spannende Programm war förmlich zu spüren.

Unternehmensführung

Im Ferien- und Wellnesshotel «Rischli» durften wir uns in der kommenden Woche zuhause fühlen. Am Montag starteten wir dann offiziell in die durchgeplante Woche. Es wurden vier Gruppen à sechs Personen ausgelost, welche eine Firma während fünf Tagen, respektive fünf Geschäftsjahren, leiten durften. Innerhalb der Gruppen wurde schliesslich jeder Person noch eine Funktion zugeteilt. Ausgerüstete mit einem Firmennamen konnten wir dann ins Geschäftsleben einsteigen. Das Ziel der Wirtschaftswoche war grundsätzlich das erfolgreiche Führen eines Unternehmens, welches sich gegen vier weitere Unternehmen auf dem Lautsprechermarkt durchsetzen musste. Um den Schwierigkeitsgrad noch ein bisschen zu erhöhen, fügte das WIWAG-Programm auf dem Markt noch einen weiteren, aber uns unbekannten, Konkurrenten hinzu. Um die aufkommenden Konflikte und Krisensituationen zu bewältigen, erforderte es Teamarbeit, Disziplin und Köpfchen. Mit dem WIWAG-Programm simulierten wir also nun fünf Geschäftsjahre und konnten uns so richtig in das Geschäftsleben hineinversetzen. Während wir im ersten Geschäftsjahr nur wenige Managemententscheide, wie der Verkaufspreis unseres Produktes oder die Produktionsmenge, festlegen konnten, hatten wir im letzten Geschäftsjahr schliesslich komplette Entscheidungsfreiheit. Schnell zeigte sich, dass schon kleinste Überlegungsfehler fatale Folgen mit sich zogen. Nach jedem Geschäftsjahr wurden die Entwicklungen der Unternehmen verglichen und neue Rahmenbedingungen für das kommende Jahr ausgehandelt. Um unsere Entscheide noch sicherer zu treffen und um einen Realitätsbezug zum Erlernten zu haben, bekamen wir Besuch von Fachpersonen, die im realen Wirtschaftsleben tätig sind. Sie hielten uns verschiedene Vorträge über die Bereiche Marketing, Sozialpartnerschaft und Börse. Wir bekamen beispielsweise Besuch von einer Fachperson aus dem Bankwesen, sowie dem Geschäftsführer von Polyconsult. Durch diese Kombination aus Eigenarbeit und Theorieeinheiten wurde uns nie langweilig. Wir wurden mit komplexen Problemen und nicht ganz leichtem Lernstoff konfrontiert, weshalb man sagen muss, dass es sich nicht um eine Ferienwoche handelte, in der man sich zurücklehnen konnte. Obwohl es manchmal mental anstrengend war, kam der Spass aber auch nicht zu kurz. Eine perfekte Möglichkeit um unsere Köpfe zu lüften, bot uns unter anderem der Besuch im Go-In, wo wir unseren Kampfgeist anhand des «Wilhelm Tell Plauschturniers» zeigen konnten. Unser Können durften wir beispielsweise in Disziplinen wie Bogen-, Armbrust- und Blasrohrschiessen unter Beweis stellen. Obwohl sich das Programm meist bis in den späten Abend zog, waren die meisten noch nicht müde genug und trafen sich anschliessend in den Hotelzimmern zu kleinen Spiel- oder Plauderrunden. Als sich die Woche langsam dem Ende neigte und das letzte Geschäftsjahr bevorstand, spürte man deutlich die Spannung in der Luft und die Neugier auf die Frage, wer denn nun das führende Unternehmen auf dem Markt war, war riesig. Schlussendlich schlossen alle Unternehmen mehr oder weniger gut ab, auch wenn Einige auf Überbrückungskredite zurückgreifen mussten.

Generalversammlung

Das wichtigste stand nun noch bevor, nämlich die Generalversammlung, die wir simulierten. Dabei ging es darum, dass jedes Unternehmen eine kurze Präsentation vor seinen Aktionären halten musste, in der sie auf wichtige Schlüsse und Zahlen der fünf letzten Geschäftsjahre eingingen. Dies war einfacher gesagt als getan, denn das Zusammentragen der aussagekräftigsten Werte, ohne dass die Präsentation erdrückend wirkte, gestaltete sich nicht ganz leicht. Am Freitag war der Spass jedoch schon wieder vorbei, denn bereits am Mittag nahmen wir das Postauto und mussten dem schönen Entlebuch den Rücken kehren. Rückblickend können wir nun mit voller Entschlossenheit sagen, dass es sich definitiv gelohnt hat an der Wirtschaftswoche teilzunehmen.
Samira Dobler, Samira Ledermann und Elia Canneori (N16b)