Leserbeitrag
Weissenstein Runners wanderten im Zillertal

Hans Weichlinger
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Als Trost für die aus bekannten Gründen bis jetzt verkorkte Laufsaison gönnten sich die Weissenstein Runners eine Wanderwoche im schönen Zillertal. Im sehr familiären Hotel Persal in Finkenberg bei Mayrhofen fühlten sich die Teilnehmer sofort wohl. Gleich nach der Ankunft ging es mit einer Dorfbesichtigung los. Sie führte durch die Tuxbachschlucht und über die 1876 aus Holz erbaute Teufelsbrücke. Am andern Tag stiegen die Teilnehmer bei strahlendem Wetter direkt vom Hotel auf das 2095 Meter hohe Penkenjoch. Dabei wurden 1256 Höhenmeter erklommen. Zuoberst befand sich eine 30 cm hohe Neuschneedecke, die mit mehr oder weniger Mühe durchwandert werden musste. Der darauf folgende Schlechtwettertag mit Regen und Schnee ab 1800 m nutzten die Weissenstein Runners für eine Besichtigung von Mayrhofen und danach für eine Kurzwanderung dem Fluss Ziller entlang bis nach Zell am Ziller. Eine weitere Wanderung führte 9 km von Hintertux dem Tuxbach entlang bis nach Vorderlanersbach, und als „Dessert“ folgte ein anstrengender, ungewollter 450 m Geröllhaldenaufstieg und danach ein ebenso anstrengender 910 m Abstieg zum Hotel in Finkenberg. Eine Tour führte von Brandberg zur Gerlossteinalm. Als Königstour galt die Tour auf den Hintertuxer Gletscher. Wegen Schnee musste das letzte Stück vom „Tuxer Ferner“ zur „gefrorenen Wand“ mit dem Gletscherbus bewältigt werden. Die Aussicht von 3250 m und der Besuch des Eispalastes waren überwältigend. Spezielle Aufmerksamkeit fand das Training einiger Ski- Nationalteams auf den Gletscherpisten. Zum Schluss, noch vor dem Föhnsturm, wurde das Zemmbachtal ab Ginzling durchwandert. Wegen des Wetters mussten einige Wanderungen angepasst oder reduziert werden. Dies tat jedoch der guten Kameradschaft und der ausgelassenen Stimmung keinen Abbruch. Zufrieden traten die Weissenstein Runners die Heimreise an und träumen nun von einem baldigen Beginn der Laufsaison 2020.