Leserbeitrag
Was machen Belgier und Japaner auf dem Hundeplatz?

Seengen Der Trend-Hundesport Agility stand im Mittelpunkt des Ferienpass der Jugend + Hund - Gruppe Seetal

Marcel Siegrist
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Sprünge, Tunnels, Wippe, Passerelle, Pneu: Ein Agility-Parcours besteht in der Regel aus 15 bis 20 verschiedenen Hindernissen. Beherrscht der Hund diese, ist ein erster Schritt getan. „In einem zweiten Schritt geht es darum, zu überlegen, wie man den Hund auf der optimalen Linie durch den Parcours führt. So, dass man ihm nie im Weg steht und dass er kein falsches Hindernis absolviert“, erklärt Conny von Burg vom Leiterteam der Jugend + Hund - Gruppe Seetal.

Und dazu seien, so erfuhren die 20 jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Ferienpass, manchmal so genannte „Handwechsel“ nötig. „Man führt den Hund im Agility nicht immer auf der linken, sondern manchmal auch auf der rechten Seite“, so die Nachwuchsleiterin Birgit Bolliger. Die Handwechsel werden im Agility-Jargon „Japaner“ und „Belgier“ genannt, und die jungen Hundeführerinnen und Hundeführer übten diese während den vier Tagen mit grossem Einsatz und viel Begeisterung. Daneben gab es Spiele und Wettkämpfe, Bastel-Arbeiten, gemeinsame Mittagessen und natürlich viele Streicheleinheiten für die Vierbeiner - vom Jack Russell Terrier über den Pudel bis zu Border Collie und Weimaraner-Mix.

Die Jugend + Hund - Gruppe Seetal, die Nachwuchsabteilung des Kynologischen Vereins Seetal, führt den Agility-Ferienpass bereits seit mehreren Jahren durch; immer mit grossem Anklang bei den Jugendlichen. Die Gruppe existiert seit 17 Jahren und zählt mit aktuell 45 aktiven Teams zu den grössten Hundesport-Nachwuchsgruppen der Schweiz.

7 Kilogramm Hundekot
Auch die erwachsenen Mitglieder des KV Seetals hatten im Frühling eine Spezial-Übung auf dem Programm: An der traditionellen „Schlatt-Reinigung“ standen für einmal nicht Übungen wie „Sitz“, „Platz“ oder „Bleib“ im Vordergrund. Vielmehr zogen die Vereinsmitglieder mit Gummihandschuhen, Robidogsäckli und Abfallsäcken ausgerüstet durch den Schlattwald. Resultat der „Sammlung“: Etwa 7 Kilogramm Hundekot und 60 Kilogramm Abfall von den zweibeinigen Waldbenutzern. (ukk)

Internet: www.juhuseetal.ch, www.kv-seetal.ch

Bildlegende 1:
Mit Gummistiefeln: Die zehnjährige Nadja mit ihrer Schwyzer Laufhündin „Mona“ mit Schwung unterwegs im Parcours.

Bildlegende 2:
Mit Patenhund: Die dreizehnjähige Jennifer nahm mit dem Deutschen Boxer „Butz“ ihrer Gotte teil.