Leserbeitrag
Wandergruppe Spreitenbach

Rekordbeteiligung an der Jahresabschlusswanderung

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Die Jahresabschlusstour der Wandergruppe Spreitenbach führte nach Lengnau. 84 Personen wollten an der Wanderung zum Thema "Juden im Surbtal" teilnehmen. 7 Wanderer folgten bloss der Führung in Lengnau; 7 Weitere mussten auf die nächste Wanderung im neuen Jahr vertröstet werden. Für mehr als 70 Teilnehmer hatte es ganz einfach keinen Platz in der Besenbeiz. Franz Laube erzählte in der Synagoge von der Leidenszeit der Juden nach der Zerstörung des Tempels in Jerusalem und der anschliessenden Vertreibung durch die Römer im Jahre 70 n.Chr. Das Surbtal in der Schweiz wurde nach dem Exodus aus Palästina für einen Teil der Vertriebenen zur zweiten Heimat. Die Juden blieben in der Alten Eidgenossenschaft Bürger zweiter Klasse. Juden war der Grundbesitz untersagt, ein Handwerk durften sie nicht ausüben. Ihre Tätigkeit wurde auf den Handel und das Hausieren beschränkt. 1876 wurden die Juden nach einer eidgenössischen Volksabstimmung als gleichberechtigte Bürger anerkannt. Die jüdischen Mitbürger zogen weg. Heute wohnen keine Juden mehr in Lengnau. Nach einem Rundgang durch das Dorf Lengnau führte die Wanderung nach Vogelsang, wo in der Besenbeiz "Mostlaube" das Mittagessen serviert wurde. Nach dem feinen Mahl hielt Ruedi Kalt Rückblick. 9 Wanderungen organisierte er 2011 zusammen mit Werner Stegmann und Erwin Gretener. Nur im Juni und Juli musste wegen schlechten Wetters auf die Monatswanderung verzichtet werden. Im Durchschnitt liessen sich 46 Wanderlustige für eine Teilnahme an den Tagestouren begeistern. Man ist schon gespannt, welche Wanderungen 2012 angeboten werden. (oho)