Leserbeitrag
Velobörse Endingen für einen guten Zweck

Corinna Mathilde Schuster
Drucken

Am 24. März 2018 hieß es in Endingen Gutes tun. Schon am frühen Morgen, ab 8:15 Uhr, startete die Surbtaler Velobörse. Unter dem Motto "Velos für Rumänien" haben sich zahlreiche Familien und Nachbarn zusammengeschlossen um ihre gebrauchten Zwei- oder Dreiräder, Rollschuhe, Skateboards und vieles mehr, für einen guten Zweck zu verkaufen oder gar zu spenden. Dabei konnte in Form von Bargeld, einer Banküberweisung oder auch in moderner Kryptowährung gespendet werden.
Die Annahmestelle befand sich auf dem Hinterstiegplatz, direkt bei der Synagoge. Hier konnte alles was zwei oder mehr Räder hatte, abgegeben werden. Darunter waren Kinderräder und gut erhaltene Rennräder. Aber auch Snowboards oder Wintersachen fanden hier ein neues Zuhause. Pünktlich um 9:00 Uhr startete der Verkauf. Der Andrang war groß und zahlreiche alte Zweiräder fanden einen neuen Besitzer.
Eine Anwohnerin berichtete, dass sie regelmäßig an solchen Aktionen teilnehme. Ihre beiden Kinder, sieben und neun Jahre alt, sortieren zusammen mit der Mutter, zwei Mal im Jahr, ihr Kinderzimmer aus und entscheiden anschließend, was auf einen Flohmarkt oder, wie hier, bei der Velobörse, verkauft oder gar gespendet werden kann. Ein junges Pärchen aus der Nachbargemeinde konnten, dank der Velobörse, zwei gebrauchte Snowboards für den nächsten Winterurlaub günstig ersteigern.
Die Veranstalter von der SP Surbtal nannten die diesjährige Velobörse einen großen Erfolg. Auch eine Rentnerin, die in Endingen aufgewachsen war, interessierte sich für die Velobörse und hat sich kurzerhand dafür entschieden, für ihren 15-jährigen Enkel, der in ein paar Tagen 16 wird, ein Skateboard inklusive Helm zu kaufen.
Die Anwohner und Besucher der Velobörse waren von der Großzügigkeit und der Nächstenliebe der Gemeinde so beeindruckt, dass neben Sachspenden auch ein zusätzlicher Geldbetrag gespendet wurde. Zum Schluss war der Andrang so groß, dass keine Sachspenden mehr entgegengenommen werden konnten.
Alle Gegenstände, die nicht verkauft oder als Sachspende abgegeben wurden, werden in einem Transporter nach Rumänien weitertransportiert. Für warme Füße und ein anschließendes, gemütliches Beisammensein, sorgte die mobile Kaffeebar. Wir danken allen Teilnehmerinnen und Teilnehmer für die großzügigen Spenden und die tolle Zusammenarbeit.

Aktuelle Nachrichten