Leserbeitrag
Urdorf - Aus dem Nebel an die Sonne in den «Wilden Westen»

Walter Bruhin
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IMGP4297.JPG Beim Aufstieg im schattigen, „kühlen“ Wald.
IMGP4291.JPG Auf dem Strandweg, schnell in die Höhe, der Sonne entgegen.
IMGP4310.JPG Der Nebel verabschiedet sich endgültig.
IMGP4299.JPG Wandern und Staunen . . .
IMGP4302.JPG . . . in phantastischer Naturkulisse.

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Im Jahresprogramm der Senioren-Wandergruppe «Chumm und mach mit» aus Urdorf war eine Wanderung von Mosen nach Ermensee ausgeschrieben. In welcher Gegend liegen denn diese beiden Orte? Das Wissen aus der Primarschulzeit über die Schweizer Geografie hat sich bereits verflüchtigt. Was nun? Google ist die Lösung und mit ein paar Klicks war die gesuchte Region gefunden. Es ist das Luzerner Seetal, die beiden Orte befinden sich am südlichen Ende des Hallwilersees, in einem Abstand von etwa einem Kilometer. Und dafür war eine Wanderzeit von rund 31⁄2 Stunden vorgesehen? Von Mosen ging es zuerst über den Hallwilersee-Uferweg durch ein Naturschutzgebiet. «Dank» dem Nebel konnte man die Nähe des Sees nur erahnen und die Sicht auf die Natur beschränkte sich lediglich auf den feuchten Boden. In der Gitzitobel-Schlucht waren zwar keine Gitzis zu sehen, nur die rund 40 Senioren bevölkerten den dichten Wald, begleitet von Nebel und Sonne, die eine phantastische Lichterschau hinzauberten. Auf der Höhe angelangt verabschiedete sich der Nebel und es präsentierte sich unter wolkenlosem Himmel eine herrliche Landschaft und Aussicht. Beim Mittagessen im Gasthof Linde in Hämikon konnte man die kulinarische Leidenschaft (oder Hobbies) der Hämikoner erkennen: Schützen-Rösti oder Fisch-Knusperli. Ob wohl Gewehr und Angelrute immer griffbereit sind? Als Überraschung spendierte der Wirt noch ein typisches Wanderer-Dessert: Öpfelchüechli mit einer „köstlichen Kaloriengarnitur“. Der Rückweg hinunter in die Seenregion war sonnig, gemütlich und kurzweilig - oder auch spannend. Man konnte in Gruppen plaudern, scherzen, sich verlaufen, den Weg suchen . . . Ziel war der, etwas verlassen wirkende Bahnhof Ermensee, ausserhalb des Dorfes. Dieses einfache Häuschen im «oldfashioned» Country-Style wäre eine ideale Kulisse für einen Sergio Leone-Western mit entsprechender Moriccone-Musik à la «Spiel mir das Lied . . .». Nochmals zur Wanderzeit, es waren tatsächlich über 3 Stunden. Für jene, die eine unfreiwillige Zusatzschlaufe über Hitzkirch absolvierten - dauerte es noch etwas länger.

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