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Übungsalarm der Feuerwehr Fislisbach und Rohrdorf mit TCS-Helikopter

Marcel Siegrist
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Es sollte der letzte Anlass der Spielgruppe Heugümper sein, schlafen im Heu bei Hilbert „Hibi“ Heimgartner auf dem Mattenhof. Doch als sich die Spielgruppenleiterin kurz entfernt um Teewasser zu kochen, finden zwei Jungs Zündhölzli. Stroh fängt Feuer, greift über auf den Stall und in Kürze sind die elf Kinder gefangen im beissenden Rauch. Der Knecht auf dem Silo steht unter Schock und dies alles an dem Tag der Hydranten-Revision durch das Bauamt. Der Einsatzleiter Thomas Meyer reagierte schnell. Ein Szenario, welches nicht alleine bewältigt werden kann. Sofort wurde Unterstützung der Feuerwehr Rohrdorf angefordert, welche kurz nach den Einsatzkräften von Fislisbach auf dem Hof eintrafen. Es galt 100 AdF’s zu koordinieren, 10 Atemschutztrupps begaben sich auf die Suche nach den vermissten Kindern, fehlendes Wasser, zerstörte Zugangswege, Rauch und Feuer belasteten die Trupps zusätzlich zu den verletzten Kinder. Eine hysterisch schreiende Mutter suchte verzweifelt nach ihrem Sohn.

Die Verbrennungen bei einem Kind zwangen den Einsatzleiter den TCS-Heli aufzubieten, innert fünf Minuten landete er auf der Wiese und übernahm den Patienten.

Übungen wie diese fordern alles von den Einsatzkräften. Den Staub von den Rotorblättern in den Augen zu spüren, weinende Kinder die Leiter hinunter zu tragen, Mütter zu besänftigen und Gaffer zu verscheuchen, kann man nicht mit Powerpoint lernen, das muss man erleben.

Die Übungsleitung zeigte sich sehr zufrieden. Die Kommunikation und Einsatzzeiten waren hervorragend. Die Zusammenarbeit der verschiedenen Parteien lief Hand in Hand. Zum Abschluss zeigte die TCS-Crew noch allen die Sicherheitsbestimmungen am Helikopter.

Es gibt nun elf neue Kinder die Pilot, Atemschützler oder Kommandant werden wollen. Für Nachwuchs ist gesorgt.

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