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Überzeugendes, kunterbuntes Jahreskonzert

René Birri
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DSC_3294.JPG Dudelsackklänge am Musikabend in Auenstein
DSC_3286.JPG Auch Singen können die Musikanten der Musikgesellschaft Auenstein
DSC_3270.JPG Die Musikgesellschaft Auenstein überzeugt an ihrem Jahreskonzert

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Auenstein: Musikgesellschaft konzertierte mit neuem Dirigenten

Über die Bühne der Turnhalle Auenstein ging am vergangenen Samstagabend ein vielseitiges Konzert. Literatur aus allen Stilrichtungen bekamen die anwesenden Besucherinnen und Besucher - es hätten ruhig ein paar mehr sein können - zu hören. Höhepunkte waren das Solo der Posaunistin Daniela Fischer sowie die Zugabe mit Dudelsack-Klängen.

Mit "Barnard Castle" des bekannten englischen Komponisten Goff Richards eröffneten die 28 Musikantinnen und Musikanten den Reigen ihrer Darbietungen.

Ein Musiker durch und durch

Seit Anfang Juni führt Benjamin Groth den Dirigentenstab in der Musikgesellschaft Auenstein. Der 33-Jährige aus Niederwil leitete nicht nur diverse Musikvereine und Projekte, er spielt auch selber Euphonium im Musikverein Niederwil und ist eigentlich gelernter Schlagzeuger, was er auch gerne mal in einer Musikprobe unter Beweis stellt. Der neue Dirigent führt die Schreinerwerkstatt in der Stiftung Haus Morgenstern in Widen. Aber auch im beruflichen Umfeld kann er nicht von der Musik lassen und betreibt ein kleines aber feines Tonstudio. Ein Musiker durch und durch also. Und eine Glückfalle für die MG Auenstein. Das Konzert bewies, dass er mit viel didaktischem Geschick die Musikanten an die Stücke heran führt und feilt an Rhythmus und Ausdruck.

Eigene Polka

Als zweiter Vortrag bekamen die Konzertbesucherinnen und -besucher das bekannte italienische Frühlingslied "L'inverno è passato" zu hören. Der Welthit "Birdland", welcher in allen drei Versionen Auszeichnungen ernten konnte, wurde von Philip Sparke für Blasmusik arrangiert. Es kann nicht jeder Leiter eines Blasorchesters seine Polka dirigieren. In Auenstein war dies jedoch der Fall. Lüpfig und schön trugen die Bläser und Schlagzeuger die von Franz Watz geschriebene "Benjamin-Polka" vor. Vor der Pause durfte Daniela Joho, welche souverän und professionell durchs Programm führte und zum Ehrenmitglied ernannt wurde, "Louenesee" von Span ansagen.

Talent auf der Posaune

Mit dem "Almshouse Streeet Blues" von Philip Sparke eröffneten die Spielerinnen und Spieler den zweiten Teil ihres hervorragenden Konzertes. Bluesig ginge es weiter beim Solovortrag der begabten Posaunistin Danila Fischer, welche erst vor 1 1/2 Jahre auf dieses Instrument wechselte. Gekonnt und mit viel Gefühl gab sie "Feeling Good" wieder. Mit Rhythmus pur und Gesang gab die Auensteiner Musikgesellschaft bei "Kongolela" die afrikanische Lebensfreude von der Bühne hinunter in den Saal. "S'Zündhölzli" ist eines der Werke von Mani Matter, der die verrückten Geschichten in Liedern zusammenfasste. Mario Bürki arrangierte diesen Evergreen in einen abwechslungsreichen Musikvortrag. Als letztes Stück war "Ohne Krimi geht die Mimi nie ins Bett" auf dem Programm aufgeführt. Doch das nicht mit Applaus sparende Publikum verlangte noch Zugaben. Mit dem Dudelsacksolo wurde Stimmung des bekannten Basler Tatoo's in die Turnhalle verbreitet. Nach einem schwungvoll dargebotenem Marsch wurde eine zweite Zugabe zum besten gegeben.