Leserbeitrag
Turnfahrt 2010 der Männerriege Birrhard auf dem "Weg der Schweiz"

Reisebericht über die Turnfahrt

Heinrich Schwetz
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Bei herrlichem aber kühlem Herbstwetter wurde die diesjährige Turnfahrt aufgenommen. Nach einer kurzweiligen Fahrt per Postauto und der SBB erreichten wir etwas verspätet Brunnen am Vierwaldstättersee. Im Eilschritt erreichten wir unser MS Rigi, das uns vorbei am Schillerstein, hinüber zum Rütli brachte. Im Gasthaus Rütli nahmen wir den Starterkaffee zu uns und besichtigten anschliessend die Rütliwiese, die „Wiege der Eidgenossenschaft". Ein kurzer Blick in die neue Ausstellung „Memo" zeigte uns auf Schautafeln die Geschichte dieser historischen Stätte auf. Dann nahmen wir den „Weg der Schweiz" in Angriff. (Dieser entstand 1991 zum 700 Jahr-Jubiläum der Schweiz rund um den südlichsten Teil des Vierwaldstättersees. Er ist ca. 35 km lang und aufgeteilt in der Reihenfolge der Eintrittsdaten der Kantone in die Eidgenossenschaft. Jede Schweizerin/jeder Schweizer erhielt einen 5 Millimeter langen Weg-Anteil). Der Aufstieg hinauf nach Seelisberg brachte uns erstmals zum Schwitzen. Ausserhalb des Ortes machten wir unseren Mittagshalt an der Grillstelle am Marienplatz. Das Feuer war schnell entfacht und bis zur nötigen Glut hatten wir Zeit den mitgebrachten Apéro mit Mutschli und Brot einzunehmen. Nach dem Verzehr unseres Grillgutes konnten wir einen Honig-Kräuter-Likör und Vieille Prune degustieren.
Nach dem Löschen der Glut wanderten wir weiter auf der Höhe des Seelisbergs, vorbei am Schlösschen Beroldingen in Richtung unseres Tageszieles Bauen. Unser Co-Leiter erzählte uns unterwegs die spannende Geschichte von den verlustreichen Feldzügen des russischen Generals Suworow gegen die Franzosen in dieser Gegend. Bald darauf machten wir einen Kaffeehalt bei einem Bergbauernhof, wo gerade das Heu eingebracht wurde. Die alte Bäuerin war gerne bereit uns eine Kanne voll Kaffee zu kochen (so wie früher, mit aufbrühen und abschrecken). Er mundete uns vorzüglich. Danach ging es den steilen Weg auf 966 Stufen (wir hatten über 1000 gezählt) hinab nach Bauen zu unserem Nachtquartier dem Hotel Schiller.
Nach einem feinen z'Nacht, z.B. Felchen aus dem Vierwaldstättersee, traten wir unsere wohlverdiente Nachtruhe an. Sie wurde morgens um 6:00 Uhr unterbrochen durch das Morgengeläute und anschliessenden Viertelstundenschlägen der nachbarlichen Kirche. So verpassten wir nicht das reichhaltige Frühstück. Vor dem Abmarsch nahmen wir noch einen Apéro mit Käse und Brot zu uns, um so ausreichend gestärkt die 2-te Etappe unserer Turnfahrt anzutreten. Unser Weg führte uns entlang des Ufers und teilweise durch Tunnels nach Isleten und weiter nach Seedorf. An einer lauschigen Grillstelle entfachten wir in Kürze das Feuer um bald darauf unsere Würste zu grillieren. Bis es aber so weit war, nahmen wir noch einen Apéro in Form eines Merlot Bianco aus dem nahe gelegenen Seerestaurant zu uns. Dort nahmen wir auf dem Weitermarsch noch einen Kaffee ein, verbunden mit Kalorienbomben, wie Cremeschnitten und Fruchttorte. Auf dem folgenden Wegstück war es aus mit der Beschaulichkeit. Viel Volk tummelte sich am Ufer des Sees entlang und genossen den sonnigen Herbsttag. Ganz Mutige hielten sich sogar im kühlen Wasser auf. Auf Wegen durch ein Naturschutzgebiet mit viel Schilf, Moor und über Bächlein erreichen wir die Schiffslände in Flüelen, von der aus wir bald darauf mit dem MS Europa die windige Fahrt nach Brunnen antraten. Dort angelangt marschierten wir zuerst zum Platz der Auslandschweizer, dem letzten Punkt des Wegs der Schweiz. Den Abschlussapéro mit Dôle und Walliserplatte nahmen wir im Restaurant Rosengarten in der Nähe des Bahnhofs ein. Am Bahnhof verabschiedeten wir uns von unserem Co-Leiter und dessen Ehefrau. Via Arth-Goldau, Luzern, Olten, Brugg erreichten wir nach 20:00 Uhr unseren Ausgangspunkt Birrhard. Ein herzlicher Dank geht an unsere beiden Wanderleitern, den Sponsoren und allen Teilnehmern dieser unvergesslichen Turnfahrt auf historischen Boden und auf dem bekanntesten Wanderweg der Schweiz.
hsch

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