Leserbeitrag
Team aus Möriken-Wildegg an der Tortour erfolgreich

Marcel Siegrist
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Vom 13. – 15. August 2015 nahmen die Geschwister Isabelle und Roland Suter aus Möriken an der Tortour teil. Die Tortour ist ein Radrennen, welches über 1050km und ca. 14‘500hm um die ganze Schweiz führt.

Man kann diese Strecke Solo, in 2-er, 4-er und 6-er Teams bewältigen. Wir machten im 2-er Team mixed mit.

Am Donnerstagmorgen ging es los zum Check-In nach Schaffhausen. Danach gab es ein Briefing mit den letzten Informationen zum Rennen und zur Strecke. Da die Strecke nicht ausgeschildert wurde, waren die Teilnehmer (und Begleiter) auf ein eigenes Navigationsgerät angewiesen. Um 16.00 Uhr fand entlang des wunderschönen Rheinfalles ein 900m langer Prolog mit einem steilen Aufstieg zum Schluss mit bis zu 16% statt. Dieses Zeitfahren absolvierte jedes Team für sich. Die Rennzeit ergab dann die Startreihenfolge an der Tortour.

Danach füllten wir unsere Kohlenhydratspeicher mit einem feinen Nachtessen noch einmal richtig auf und legten uns noch vor 21.00 Uhr zum Schlafen. Nicht lange, denn schon um 03.04 Uhr morgens war unser Start zur ersten Etappe von Schaffhausen nach Frauenfeld (30km), die wir zu zweit absolvieren mussten. Die zweite Strecke führte von Frauenfeld nach Unterwasser mit 72.00km. Die Strecke absolvierte Fahrer A (Roland) alleine mit einer hohen Durchnittsgeschwindigkeit von knapp 30km/h, obwohl es doch einige Höhenmeter zu bewältigen gab. Von Unterwasser ging’s dann mit der Fahrerin B (Isabelle) in der Morgendämmerung weiter nach Chur. So wechselten wir uns auf den verschiedensten Etappen ab. Die Route führte über Disentis, Furka, Grimsel, Interlaken, Simmental, Jaunpass, nach Bulle, über den Col de Mosses weiter nach Aigle, Morges, Lac de Joux, Yverdon, Le Locle, Reconvilier, von Balsthal über den Passwang nach Pratteln, von Glattfelden zurück nach Schaffhausen. Leider spielte das Wetter ab Mitte des ersten Tages nicht mehr immer mit und es goss zum Teil in Strömen, was das Fahren manchmal erheblich erschwerte. In bleibender Erinnerung wird für Isabelle sicher die „Königsetappe“ mit 73km und über 2000hm sein: Die Route beinhaltete Oberalppass, Furka, Grimsel und musste bei sehr garstigen Bedingungen absolviert werden. Als Roland in Bulle Richtung Col de Mosses losfuhr, brach bereits die zweite Nacht an. Die Abfahrt vom Col de Mosses bei Regen und Nebel war sehr abenteuerlich und hinterliess bei Roland einen bleibenden Eindruck. Danach beruhigte sich das Wetter wieder langsam und wir konnten die Fahrt durch den Jura geniessen. In Glattfelden durften wir dann die allerletzte Etappe zurück nach Schaffhausen (43km) erneut als Team zurücklegen.

Mit einer Schlusszeit von weniger als 40 Stunden und einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 25.87 erreichten wir in der Overall-Wertung Rang 7. Überglücklich realisierten wir, dass diese Leistung bei der Ultra-Cycling-Schweizermeisterschaft sogar für Platz 3 reichte und wir auf dem Podest die bronzene Medaille umgehängt erhielten.

Nicht nur sportlich war die Tortour eine grosse Herausforderung, wir mussten uns auch immer wieder gut organisieren damit unsere Mobiltelefone, das GPS, alle Akkus unserer Lichter für die Velos, sowie der Live-Tracker wieder voll aufgeladen waren. Wir hatten zwei Begleitfahrzeuge und fünf Helfer/innen im Einsatz: Daniel Rebsamen, Ibach, Werner und Milena Fischer, Wildegg, Daniela Blattner, Oberentfelden, und Markus Eggspühler ebenfalls aus Möriken. Sie haben uns über das ganze Rennen hinweg begleitet und betreut. Auch für sie war es eine sehr grosse Herausforderung. Für Fahrer und Betreuer war diese eine sehr schöne Erfahrung, welche in bester Erinnerung bleiben wird. Das ganze Team harmonierte trotz erheblichem Schlafentzug super. Auch an dieser Stelle nochmals herzlichen Dank allen Beteiligten, ohne euch wäre dieses Abenteuer nicht möglich gewesen!

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