Leserbeitrag
Seniorenrat Dietikon lädt Mediziner & Ärtze - Thema "Sport im Alter"

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In vielen Gesundheitsratgebern und auch von Ärzten ist immer wieder zu lesen und zu hören, dass körperliche Aktivitäten gut für die Gesundheit sind. Doch nicht immer ist Sport förderlich für die Gesundheit. Sandro Galli, Personal Trainer und stellvertretender Leiter der Internistischen Reha der Universitätsklinik Balgrist und Dr. med. Tobias Bischof von der FMH Innere Medizin, wurden vom Seniorenrat Dietikon eingeladen, um vor Zuschauern im Dietikoner Gemeindesaal über die Vorteile und den Risiken von sportlichen Aktivitäten im hohen Alter zu sprechen.
Die Vorteile von sportlichen Aktivitäten im Seniorenalter
Wer sich im Alter regelmäßig sportlich betätigt und bewegt, sorgt für eine bessere Durchblutung des Herzmuskels. Dieser wird gekräftigt, wodurch das Herz eine größere Menge Blut pro Minuten durch den Körper pumpen kann. Weiterhin sinkt die Herzfrequenz im Ruhezustand, wodurch das Herz ökonomischer arbeitet. Schon im Alltag ist es ganz einfach möglich, mehr Bewegung einzubauen. Auf dem Weg zum Bäcker sollte das Auto stehen gelassen und die Strecke zu Fuß zurückgelegt werden. Auch Treppen sollten zu Fuß erklommen und nicht mit einem Aufzug bewältigt werden. Je nach den persönlichen Vorlieben, kann sich durch Wandern, Gartenarbeit, Joggen oder anderen Aktivitäten sportlich betätigt werden. Besonders ungeübte Senioren können größere Fortschritte erzielen, da sie mit einem geringeren Aufwand eine große Wirkung erzielen. 3-5 Mal pro Woche sollten sich Senioren für mindestens 150 Minuten, bei mäßiger Intensität, bewegen. Wer etwas anstrengendere Tätigkeiten ausführt, sollte sich auf 20-30 Minuten beschränken.
Welche Risikofaktoren bestehen bei älteren Menschen?
Senioren sollten beachten, dass sie einem höheren Herzinfarkt- oder Herztodrisiko ausgesetzt sind. Daher ist es wichtig, die Intensität der sportlichen Aktivitäten im Auge zu behalten. Ältere Menschen sollten stets auf ihren Körper hören und die eigenen körperlichen Grenzen nicht überschreiten. Sobald drückende Brustschmerzen, Schwierigkeiten beim Gehen, Stürze, Fieber oder Infektionen auftreten, sollte die Bewegung und Anstrengung etwas eingeschränkt werden. Auch nach größeren Operationen oder einem ungewöhnlichen Gewichtsverlust, sollte Rücksprache mit einem Arzt gehalten werden. Eine Liste mit potentiellen Ärzten in der Umgebung kann einfach über verschiedene Ärzteportale abgerufen werden (ein gutes Portal für Stellenangebote für Ärzte ist hier zu finden). Es ist wichtig, dass ungeübte Menschen zuerst mit leichten und moderaten Übungen beginnen und sich vorab von ihrem Hausarzt untersuchen lassen. Für Herzpatienten ist ein leichtes sportliches Training ebenfalls erlaubt. Mit einem gezielten Herz-Aufbautraining werden die Patienten sehr schnell wieder fit und fühlen sich gesünder.
Eine regelmäßige Bewegung im Alltag sorgt dafür, dass die eigene Leistungsfähigkeit sowie das Wohlbefinden und das Selbstvertrauen gesteigert werden. Weiterhin beugt es Depressionen vor und mildert Angst-Zustände. Die Lebensqualität steigt und es tritt ein glücklicheres und zufriedeneres Gefühl ein. Für weitere Fragen stehen die Referenten nach ihrem Vortrag zur Verfügung.