Leserbeitrag
Rundwanderung von St.Ursen über den Fofenhubel nach St.Ursen mit dem Männerturnverein

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Die Wetterprognose für unsere Oktoberwanderung war nicht optimal. Trotzdem wagte sich eine stattliche Zahl von 18 Unentwegten in ein, von den meisten unbekanntes Wander-gebiet.

Auf dem Online-Portal des Dorfes Rechthalten im Sensebezirk, wozu der Fofenhubel gehört, wird angepriesen, wie herrlich es hier sei, oberhalb der Nebelgrenze die Sonne und die Aussicht zu geniessen. Dem war leider überhaupt nicht so! Geregnet hat es zwar nicht, aber ein zäher, dichter Nebel begleitete uns den ganzen Tag.

Bis 1848 hiess St. Ursen offiziell Enet-dem-Bach-Schrot. Der französiche Name der Gemeinde lautet Saint-Ours; auf Senslerdeutsch Santùrsche. Die Sankt-Ursus-Kapelle, an der wir kurz nach Beginn der Wanderung vorbei marschierten, wurde um 1539 erbaut und 1988 letztmals umfassend restauriert. Unsere geplante Rundwanderung führte uns an typischen, schmucken Freiburger Bauernhäusern vorbei. Im Dorf Rechthalten wurde im Restaurant Sternen das Mittagessen eingenommen. Die Möglichkeit, die letzte Tagesetappe mit dem Bus zu absolvieren, wurde von ein paar Kollegen gerne benutzt.

Nach der Mittagsrast ging es leicht bergauf zum Fofenhubel (900 m ü.M.). Ein grosses Betonkreuz, 2 kleine Bäume, ein Hundekotbehälter und eine Sitzbank, das war das Einzige, das wir im dichten Nebel erkennen konnten. Eine, bei schönem Wetter grandiose 360-Grad-Aussicht auf die Alpen, das Mittelland und den Jura musste jeder für sich im eigenen Kopfkino vorstellen. Der Fofenhubel war im 17. Jh. eine militärische Hochwacht mit Signalfeuer und Wächterhäuschen. Während des 2. Weltkrieges war er ein Fliegerbeobachtungsposten mit einem Militärdetachement von zwölf Mann.

Nach der 4-stündigen Rundwanderung blieb Zeit, um uns im Goldenen Kreuz für die Heimreise zu stärken. Die SBB bescherte uns eine kleine Zusatzwanderung, indem sie uns in Fribourg Plätze im hintersten und in Bern im vordersten Bahnwagen reservierte!

Zufrieden trafen wir am Abend in Wangen ein, mit der Gewissheit, etwas für die Gesundheit und Geselligkeit getan zu haben. Heinz von Känel