Leserbeitrag
Rebbaufest in Staufberg

Treffen Rebbaugenossenschaft und Verein Freilichttheater

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Mit der Rebbaugenossenschaft einerseits und dem Verein Freilichttheater andererseits trafen sich an einem prächtigen Frühherbsttag die beiden Organisationen, welche im ersten Halbjahr für Betrieb am und auf dem Staufberg sorgten, zum gemeinsamen Fest. Gastgeber Emanuele Soldati konnte im Rebbauern-Stützpunkt ein halbes Hundert Teilnehmer begrüssen, darunter etliche Doppelmitglieder. Markus Moser nahm für sich in Anspruch, „schönes Theaterwetter mitgebracht" zu haben, und einig war man sich, dass beide Institutionen Kulturen pflegen, wo nicht der Kommerz im Vordergrund steht.

Der abtretende Gemeindeammann Richard Zuckschwerdt liess sich die Gelegenheit nicht entgehen, diesen Umstand entsprechend zu würdigen. Seit bald 10 Jahren bestehend, zählt die Rebbaugenossenschaft 155 Mitglieder, welche aus der Brombeer-Brache am Südosthang des Staufberges einen blühenden Weinberg und ein vielfältiges Naturreservat sowie ein hübsches Rebhäuschen geschaffen haben. Das sei nicht selbstverständlich und setzt jährlich über 500 Stunden Fronarbeit im Rebberg und weitere 400 Stunden für die Umgebungspflege, unter anderem den Kampf gegen Neophyten, voraus. Hier ist dank grossem Engagement im Naherholungsgebiet von Staufen eine Naturfläche von kantonaler Bedeutung entstanden. Von nicht geringer Bedeutung sei aber auch die Zielsetzung der Rebbaugenossenschaft, nebst Naturschutz mit reicher Artenvielfalt auch süffigen, ortstypischen Wein und die Geselligkeit zu pflegen. Der Theaterverein seinerseits hat es verstanden, während der „Matterziit" in Staufen der Dorfgemeinschaft neue Impulse zu geben, welche wohl auch nachhaltig wirken.

Als Demissionär konnte sich Gemeindeammann Richard Zuckschwerdt erlauben, auch ein klares Wort zu den bevorstehenden Staufner Wahlen zu wagen. Mit Markus Moser ist der Präsident des Theatervereins bereits als Mitglied der Regionalschulpflege bestätigt worden. Mit Präsident Emanuele Soldati und Pascal Furrer stellen sich zwei aktive Mitglieder der Rebbaugenossenschaft demnächst zur Wahl in den Gemeinderat. „Verlässlich, zuverlässig, im besten Mannesalter, wie ein echter, reifer Staufbergwein" verdienten die beiden eine ehrenvolle Wahl, ebenso auch die bisherigen Amtsträger, rundete Zuckschwerdt seinen Werbespot aus höherer, neutraler Warte ab.

Von der Theorie zur Praxis schreitend, führte Soldati anschliessend durch den Rebberg, wo die letzten Natursteinmauern erstellt worden sind. Früher Blust und abwechslungsreiches Wetter förderten die Traubenreife, der Schaden aus dem Hagelschlag hielt sich in Grenzen, der Mehltau bildete kein Problem, so dass sich die pro Stock auf ein Dutzend reduzierten blauen Regenttrauben derzeit prall und prächtig präsentieren. Mit 75 Oechsle wird die Zielgrenze bald erreicht, so dass bereits in drei, vier Wochen geerntet werden kann.

Bei Pilz-Risotto, Eigengewächs und musikalischer Umrahmung der Coffee Pickers Maria Kees und Kurt Stadlin genossen Genossen und Gäste noch einige schöne Stunden den goldenen Herbsttag. (HH)

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