Leserbeitrag
Pro Senectute Wanderer auf dem Alten Aareweg unterwegs

Helena Studer-Winter
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Obwohl die Voraussetzungen an diesem Tag nicht ideal waren, der Wetterdienst meldete 32 Grad am Schatten und rund 45 000 Kinder unterwegs auf ihren Schulreisen, durfte Wanderleiter Werner Studer eine schöne Anzahl Wanderfreunde zur heutigen Langwanderung begrüssen. Die Wanderung führte über rund 11 Kilometer durch ein eindruckvolles Naturschutzgebiet entlang der Alten Aare von Aarberg nach Studen.

Nach einer längeren Anfahrt mit Bahn und Postauto erreichten wir den Ausgangsort Aarberg. Das schmucke Städtchen, urkundlich erstmals 1220 erwähnt, zählt heute ca. 4000 Einwohner und ist Hauptort des Verwaltungskreises Seeland. Das Stadtbild ist mittelalterlich geprägt. Am Ort gibt es eine spätgotische Kirche und eine Holzbrücke aus dem Jahr 1557. Das bekannteste Industrieunternehmen ist die Zuckerfabrik und Raffinerie Aarberg AG, welche 1912 gegründet wurde und heute werden hier pro Jahr 930 000 Tonnen Rüben verarbeitet. Schon bald erreichten wir den Wanderweg an der

Alten Aare, welcher zum Glück hauptsächlich aus schattenspendenden Bäumen besteht. Wo einst die Aare als mächtiger und wilder Fluss durch die Landschaft schnitt, erstreckt sich heute ein ruhiger Wasserlauf der von zauberhaften Auenwälder umgeben ist.

Unverhofft standen wir plötzlich vor der Gokartbahn Lyss. Diese Kartbahn hat eine Länge von 750 Metern und gilt bei Insider als eine der schönsten Kartbahnen der Schweiz. Beim Bewundern der schnellen Flitzer kam aus der Mitte der Wandergruppe der Wunsch, selber einmal eine Runde zu drehen. Dieser Vorschlag wurde aber von Werner sofort abgelehnt, das Risiko für uns ältere Semester schien ihm einfach viel zu gross und es fehlte natürlich auch an der Zeit!!

So zogen wir halt zu Fuss weiter und erreichten schon bald unser Platz für den Mittagshalt. Auf schönen Holzbänken und unter schattenspendenden Bäumen konnten wir uns für den Rest des Wanderweges stärken. Der Weg führte weiterhin hauptsächlich durch schattiges Gebiet, aber beim letzten Trinkhalt erklärte uns Werner, der restliche Weg bis zum Tagesziel führe durch offenes Gelände, wo leider kein Schatten vorhanden sei. So waren wir dann alle froh, als endlich das Tagesziel erreicht wurde. In der lauschigen Gartenwirtschaft des Restaurants Florida konnten wir bei kühlen Getränken und diversen Süssigkeiten die schöne Wanderung noch einmal Revue passieren lassen. Die Heimreise führte uns im überfülltem Postauto nach Biel und weiter in Begleitung von diversen Schulklassen mit dem Zug via Solothurn an den Ausgangsort Olten zurück. Bei der nächsten Wanderung sind wir im Gebiet des Rheinfalls unterwegs. Neue Wanderfreunde sind bei uns jederzeit herzlich willkommen.

Hanspeter Nyffeler

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