leserbeitrag
Zeitgeist bei der Heckenpflege

Heinz Hunziker
Merken
Drucken
Teilen
Bild: Heinz Hunziker
2 Bilder
Bild: Heinz Hunziker

Bild: Heinz Hunziker

(chm)

Wer sich mit offenen Augen auf einen Spaziergang in unsere Umgebung begibt, kann schockiert vor Hecken stehen bleiben, welche keinen erfreulichen Anblick bieten.

Gemäss dem Zeitgeist schnell und billig werden unsere Hecken «gepflegt». Mit dem Schlegelmäher werden sie in kürzester Zeit zerfetzt. Es gibt keinen sauberen, geplanten Schnitt, die zerschlagenen Äste und Stämme sind furchterregend anzusehen und leider bleibt dies über Monate, bis die Wunden durch neues Grün einigermassen verdeckt werden. Auch wenn diese Art der Pflege vom Naturama und der Vogelwarte Sempach unterstützt wird, macht sie den Anblick nicht erträglicher.

Diese Pflege ist jedoch aus noch anderen Gründen fragwürdig:

- Es wird keine Rücksicht genommen, dass die verschiedenen Gehölze eine unterschiedliche Pflege brauchen.

- Die Pflanzen werden massiv verletzt und sind anfällig für Pilzbefall.

- Auch Jahre später sind die Wunden noch sichtbar, die Äste und Stämme faulen.

Leider darf für diese Heckenpfleger eine Hecke auch nicht strukturiert und stufig sein. Nein, Uniformität ist angesagt, die Hecke wird gleichmässig auf 1,80 m Höhe zurückgeschlagen, kein grösserer Baum darf stehen bleiben. Nur eine Niederhecke ist offenbar eine richtige Hecke.