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Tanzfacetten verzaubern das Publikum

Dance Studio Olten Sekretariat
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Bild: Dance Studio Olten Sekretariat
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(chm)

Im Kulturzentrum Schützi fanden am 1. und 2. Juli 2021 je zwei Aufführungen aus den Bereichen Modern Contemporary Dance und Ballett statt, organisiert von den Tänzerinnen und Choreografinnen Ursula Berger und Rosmarie Grünig. Das Dance Studio Olten von Ursula Berger hat sich in all den Jahren einen Namen gemacht. Für die Zusehenden war es besonders berührend, beide Tanzrichtungen – Modern Dance und klassisches Ballett – dicht verwoben, zu erleben. Die Aufführung begann mit dem Tanzstück «Schnälli Schue», choreografiert von Christian Mattis. 13 Tänzerinnen und Tänzer zwischen 15 und über 50 Jahre aus dem Dance Studio Olten präsentierten unter der Leitung von Ursula Berger ein witziges Stück zum Thema «Schue». Tanzende Füsse in groben schwarzen Schuhen stoben über das Parkett. Das Geräusch, das sie verursachten, packte einen und gab dem Ablauf der Tanzperformance eine besondere Ausstrahlung. Dieses 1989 von Mattis für das Berner Ballett kreierte Tanzstück hat sich in der ganzen Schweiz einen Namen gemacht und findet 2022 unter der Festivalreihe «kulturerbe,tanz!» in zwei Theatern in Visp und Bern statt. Man genoss das ungewohnte Bild dieser tanzenden Füsse, dieser schweren Schuhe, erfreute sich an den unglaublich faszinierenden Bewegungsabläufen und tauchte beim Betrachten in ungewohnte Bilder ein.

Anschliessend erlebte man das selbst choreografierte Duo «Always A String Attached» von Mohana Keller und Lara Wyss, vorprofessionellen Tänzerinnen aus dem Dance Studio Olten, mit grossartiger Begabung und in starker Ausdrucksform. Die tanzenden Bilder wechselten rasch und stiegen wieder ein in eine grössere Gruppierung mit der Choreografie «Hold Your Own» von Ursula Berger. Es tanzten 15 jugendliche Tänzerinnen auf der Bühne und erzählten Geschichten, Sehnsüchte und Erinnerungen, die Bilder wechselten rasch und sorgten für packende Einzelheiten, die aufzeigten, wie auch während des Lockdowns der Tanz nichts an Faszination verloren hat und die jungen Tanzenden zu grossartigen Leistungen animierte. Das anschliessende Solo «Introvision» von Nina Pfüller zeigte eine Tänzerin, die schon weit in ihrer Ausbildung «BA Urban + Contemporary Dance, Zürich» ist und die immer noch einen starken Bezug zum Oltner Dance Studio hat, das vielen jungen Menschen den Weg in den Tanz öffnet und ihnen eine grossartige Ausbildung liefert, sei es im Modern Dance oder im klassischen Ballett.

Wunderschön war das Stück «Cinderella und ihre Schwestern», von Rosmarie Grünig choreografiert und geleitet. Sie ist eine Ballettlehrerin, die sich einen Namen gemacht hat und vielen jungen Tänzerinnen den Weg in den Tanz ermöglicht. Dieses Ballettstück beinhaltete in fein differenzierten Tanzbildern die Geschichte der drei Schwestern, die unterschiedlichen Befindlichkeiten wurden wundersam herausgearbeitet, zarte Augenblicke gingen in provozierende über, man erlebte eine grossartige Tanzperformance, die jeden mitnahm in diese Welt aus Poesie, Witz, Magie aus einem Märchen, das man so gut kennt.

Die Tanzaufführungen wiederspiegelten in einmaliger Qualität den Tanz in Olten, betreut und gefördert durch Ursula Berger und Rosmarie Grünig. Für unsere Stadt ist es eine einmalige Chance, solche Aufführungen erleben zu dürfen. Sie zeigen auf, wie vielschichtig der Tanz in sich ist, wie berührend und belebend zugleich. Das zahlreiche Publikum genoss die Darbietungen in der Schützi nach dem Lockdown doppelt und wünschte sich, dass nun ein Stück Normalität weiter gehen würde.

Madeleine Schüpfer

Bild: Patrick Lüthy

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