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«Sorgsam miteinander leben»

Sabrina Racine
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Bild: Sabrina Racine

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(chm)

Mehrere Kirchgemeinden der Reformierten Kirchen Bern-Jura-Solothurn gestalteten ihre Gottesdienste am vergangenen Sonntag rund um das Thema «Sorgsam miteinander leben». In Zuchwil trug das Vorbereitungsteam des Kirchensonntags die Lesung aus Lukas 10. 25 - 37 «Der barmherzige Samariter» vor.

Die bekannte Geschichte, wo am Strassenrand ein Verletzter liegt und dieser von vorbeigehenden Menschen, wie einem Priester und einem Tempeldiener, «übersehen» wird, bis ihn schliesslich ein Samaritaner rettet. Wie lässt sich diese Begebenheit in die heutige Zeit übertragen?

Es folgte eine Selbstreflexion der Vortragenden in Bezug auf das Handeln zum aktuellen Thema, wie etwa: dass jemandem in einer akuten Notlage geholfen werden soll, obschon die Zeit zum nächsten Termin drängt oder Ängste einen daran hindern könnten. Denn Hilfe holen und organisieren kann jedermann. Und: Wer mit geschärften Sinnen durchs Leben geht, nimmt eher wahr, wie es seinen Mitmenschen geht und kann mit einem offenen Ohr für andere da sein. Wir können jemandem aber auch mit einer Spende helfen. «Das ist gelebte Nächstenliebe, der aber auch Grenzen gesetzt sind», fügte Pfarrer Christoph Zeller an. «Wir dürfen uns selbst gleich viel lieben wie unseren Nächsten. Durch die gegenseitige Achtung entsteht Frieden zwischen den Menschen und macht sie glücklicher.»

In einer Zeit, wo wir gezwungen sind, Abstand zu halten, zu Hause zu bleiben oder gar in Isolation zu sein, tut es gut, diese Gedanken aufzunehmen, den sanften Klängen der Organistin Elmira Hakobyan zu lauschen, zu beten und den Segen entgegenzunehmen. Zum Schluss dankte Christoph Zeller allen Mitwirkenden, die diesen besonderen Gottesdienst möglich gemacht haben.